Laura Wahl
Wassermangel und Dürre durch eine konsequente Klimaschutzpolitik vorbeugen, notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen zügig umsetzen
Herr Präsident, meine sehr verehrten Damen und Herren! Der Antrag „Wassermangel und Dürre durch konsequente Klimaschutzpolitik vorbeugen, notwendige Klimaanpassungsmaßnahmen zügig umsetzen“ in Drucksache 7/1895 wurde von den Koalitionsfraktionen bereits im Oktober 2020 zur parlamentarischen Beratung angemeldet.
(Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Leider kann er erst heute eingebracht werden. Damals standen wir in Thüringen am Ende des dritten aufeinanderfolgenden Dürresommers. In den Klimawissenschaften ist es unstrittig, dass solche Extremwetterereignisse durch den Menschen gemachten Klimawandel in der Zukunft immer häufiger auftreten werden. Dazu gehören auch Unwetter, wie wir sie in diesen Tagen vor allem in Süddeutschland erleben und auch bei uns in Thüringen Anfang Juni in Wutha-Farnroda und Gierstädt in Form von durch Starkregen ausgelösten Überschwemmungen erlebt haben. Auch die derzeit extremen Hitzetemperaturen mit fast 50 Grad in Kanada passen in diesen Horizont von Extremwetterereignissen als Folge der Erderwärmung. Für Deutschland und Thüringen ist zu erwarten, dass sich die Niederschläge jahreszeitlich verschieben und wir zukünftig mit nasseren Wintern und trockeneren Sommern werden leben müssen. Diese Veränderungen werden sich auf den Wasserkreislauf und den Wasserhaushalt auswirken. Um diese Herausforderungen bearbeiten zu können, haben wir den vorliegenden Antrag als rot-rot-grüne Fraktionen in das parlamentarische Verfahren eingebracht und freuen uns über einen fachlichen Austausch zu den darin aufgeführten Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen.
(Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
