Denny Jankowski
Digitalisierung an Grundschulen darf kein Selbstzweck sein
Wir packen die Geräte in die Schulen, ohne zu schauen, wer überhaupt die Betreuung übernehmen soll, wer für die Einrichtung der Geräte zuständig sein soll. Sie werden einfach so im Unterricht eingeführt. Das ist doch die Tatsache momentan.
(Beifall AfD)
Da ist das Problem. Wir brauchen erst die pädagogischen Konzepte und müssen dann schauen: Wo ist der Einsatz von digitalen Medien im Unterricht wirklich sinnvoll? Bei welchen Unterrichtsinhalten ist es günstig, sie einzusetzen, und wo sollte man es lieber sein lassen? Da sagen wir ganz klar: Im Grundschulbereich möchten wir keine digitalen Geräte haben. Vor allem das Schreibenlernen, das Lesenlernen und motorische Fähigkeiten sollen trainiert werden und das geht vor allem am besten noch ohne irgendwelchen technischen Firlefanz.
(Beifall AfD)
In späteren Klassen – wenn Sie sagen, in der 8., 9., 10. Klasse – können natürlich auch langsam mehr digitale Medien eingesetzt werden. Da sind wir ganz bei Ihnen. Aber auch dort nur unter Vorsicht und vor allem da, wo es wirklich Sinn macht. Erst schauen, welche pädagogischen Konzepte dahinterstehen, und dann in die Umsetzung gehen. Was wir derzeit machen, ist, wir gehen den zweiten Schritt vor dem ersten. Wir packen erst die Geräte in die Schulen und sagen dann: Bitte Lehrer, seht, wie ihr damit am besten umgehen könnt, wie ihr sie einsetzen könnt!
(Zwischenruf Abg. Rothe-Beinlich, BÜND-
NIS 90/DIE GRÜNEN: Das haben Sie schon dreimal gesagt und es ist immer noch falsch!) Am Ende fallen wir in ein Loch und merken dann, dass wahrscheinlich Folgeschäden kommen, die wir in fünf, sechs Jahren feststellen. Da sagen wir: Der Schritt muss andersrum gehen: Erst die Konzepte, genau schauen, wo sie gezielt eingesetzt werden können, und dann schauen, wie wir die Geräte reinkriegen. Vielen Dank.
(Beifall AfD)
