Denny Jankowski
Digitalisierung an Grundschulen darf kein Selbstzweck sein
Vielen Dank, Herr Vorsitzender. Die Redebeiträge haben mich jetzt doch noch mal dazu angeleitet, hier vorzugehen. Gerade auf Sie möchte ich noch mal eingehen, Frau Baum. Sie meinten, wir brauchen unbedingt die digitalen Geräte vor allen Dingen für die Kinder, damit sie den Umgang mit den digitalen Geräten lernen können, um ihnen den beizubringen. Dass an dieser Argumentation etwas nicht stimmen kann, kann ich Ihnen an einem Beispiel verdeutlichen. Gehen Sie doch mal in den Straßenverkehr. Natürlich bringen wir den Kindern bei, wie sie sich im Straßenverkehr zu bewegen haben. Da kommt aber keiner auf die Idee, ein sechsjähriges Kind ans Steuer eines Autos zu setzen. Und trotzdem wird es gelernt.
(Zwischenruf Abg. Henfling, BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN: Aber mit dem Fahrrad fährt es doch, meine Güte!) Aber wir müssen doch schauen, dass wir das Ganze sorgsam machen. Und Herr Tischner, Sie meinen, dass wir so eine außenstehende Meinung haben, und haben auch auf die mündliche Anhörung verwiesen. Auch in der mündlichen Anhörung gab es sehr kritische Stimmen, auch was die Digitalisierung betrifft. Ich erinnere da nur an Prof. Spitzer, Prof. Lankau oder Dr. Burchardt. Haben Sie die vergessen? Da war meine Argumentation teilweise sogar noch weich gegenüber dem, was sie ausgedrückt haben.
(Beifall AfD)
(Zwischenruf Abg. Tischner, CDU: Habe ich
doch gerade zitiert!)
(Zwischenruf Abg. Rothe-Beinlich, BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN: Vielleicht lesen Sie einfach mal!) Wir sagen nicht, dass die Digitalisierung an den Schulen komplett verteufelt werden soll. Aber was passiert denn momentan? Wir kippen einfach die Geräte in die Schulen und sagen: Okay, bitte Lehrer, macht irgendwas! Es fehlen die pädagogischen Konzepte im Hintergrund. Das ist das Problem.
(Zwischenruf Abg. Müller, BÜNDNIS 90/DIE
GRÜNEN: Totaler Schwachsinn!)
(Unruhe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
Das ist nicht falsch.
