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Corinna Herold

AfD 06.05.2021 Sitzungen 7/45

Istanbul-Konvention in Thüringen umsetzen: Gewalt gegen Frauen und Mädchen und häusliche Gewalt verhüten und bekämpfen

Vielen Dank, Herr Präsident. Meine sehr geschätzten Kollegen, ich möchte hier noch mal ein paar Dinge klarstellen. Wir sind natürlich dafür, dass die Plätze in den Frauenhäusern auskömmlich zur Verfügung gestellt und auch ausreichend finanziert werden, zuzüglich aller Folgekosten wie fremdsprachige Betreuungsleistungen in allen möglichen Weltsprachen und entsprechend kultursensibles Herangehen bei der Betreuung der Opfer. Und es hat nichts mit Rassismus zu tun, wenn wir diese Zustände beim Namen nennen, sondern das sind die Ergebnisse sozialwissenschaftlicher Forschung (Beifall AfD) und von Zeitungsberichten! In dem vorgelegten Entwurf ist davon die Rede, dass Frauen aus anderen Kulturkreisen, aus anderen Ländern, die Gewalt erfahren haben, Partnerschaftsgewalt erfahren haben, hier ein bevorzugtes Bleiberecht, ein eigens begründetes Bleiberecht bekommen sollen. Dem ist grundsätzlich erst mal nichts entgegenzusetzen, aber es ist völlig unsinnig, wenn auf der anderen Seite die Täter ebenfalls im Land verbleiben können und nicht abgeschoben werden, und zwar stante pede. (Beifall AfD) Zu guter Letzt noch mal ein bisschen etwas aus den neueren Sozialforschungen für den einen oder anderen, der das immer noch nicht begriffen hat: Gewalt ist ein systemisches Problem. Es ist ein transgenerationelles, es ist ein horizontales, es ist ein vertikales Problem und wir werden dessen nicht Herr, wenn wir immer nur die Brandherde betrachten, immer neue Feuerwehrautos kaufen und Ersatzwohnungen bereitstellen und uns niemals fragen, warum es denn eigentlich in diesen Familien so brennt. (Beifall AfD) Männliche Gewalttäter kommen nämlich auch als liebe, kleine, süße, unschuldige Jungen auf die Welt. Die werden nicht nur von ihren Vätern sozialisiert und erzogen, sondern auch von ihren Müttern. (Zwischenruf Abg. König-Preuss, DIE LINKE: Ist die Redezeit nicht vorbei?) Und wenn wir nicht endlich mal den Mut haben, in diese gewaltaffinen, dysfunktionalen Familien ganz genau hineinzuschauen und nachzugucken, wo denn diese Entgleisung, wo diese Neigung zur Gewalt herkommt, dann werden wir dieses Problems niemals Herr werden. (Beifall AfD) Davon abgesehen, dass wir auch mal betrachten dürften, dass ein sehr großer Anteil aller Mordopfer nämlich einfach männlich ist. Das hilft den betroffenen Frauen nicht. Man muss diese Frauen natürlich frühzeitig abholen, bevor sie Opfer werden und auf der Straße liegen, wie jetzt die arme Frau in Frankreich, die von einem Mann ermordet wurde, der eigentlich abgeschoben bzw. in Haft genommen gehört hätte. (Beifall AfD) Da hat die Gesellschaft nicht reagiert, da hat die Justiz nicht reagiert. Die hat es gewusst, dass sie in Lebensgefahr schwebt, aber passiert ist nichts. Alle diese Probleme gehören auf den Tisch, damit wir endlich mal weiterkommen und nicht in zehn Jahren hier immer noch stehen und nach mehr Schutz und Frauenwohnungen rufen. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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