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Corinna Herold

AfD 23.04.2021 Sitzungen 7/44

Geschlechtervielfalt anerkennen und schützen – Erfordernis von Personenstandsangaben überprüfen, Transsexuellengesetz abschaffen

Frau Präsidentin, ich möchte jetzt hier noch mal was zu den medizinischen Eingriffen an intersexuellen Personen sagen. Es wurde jetzt mehrfach betont, dass operative Veränderungen bei Minderjährigen nur mit deren Zustimmung durchgeführt werden sollen. Ich finde auch das höchst gefährlich. Minderjährige dürfen kein Auto fahren, sie dürfen keinen Alkohol trinken, sie sollen nicht rauchen, sie dürfen nicht heiraten, sie dürfen nicht in die Armee eintreten, sie dürfen keine Schusswaffen kaufen, sie sind beschränkt geschäftsfähig, aber in solchen einschneidenden, lebensverändernden Fragen wie einer geschlechtszuweisenden Operation sollen sie plötzlich entscheidungsfähig sein. Ich möchte Sie hier daran erinnern, dass es erst letztens in London vor einem Höchstgericht eine Entscheidung gab. Dort hatte eine junge Frau Mitte 20 geklagt, die mit 16 genitalverstümmelt wurde, die ihrer Fortpflanzungsfähigkeit beraubt wurde und die einer lebensverändernden Hormontherapie ausgesetzt wurde. Sie hat durchgesetzt, dass das Gericht festgestellt hat, dass sie mit 16 die Tragweite dieser Entscheidungen überhaupt nicht überblicken konnte und deswegen nicht einwilligungsfähig war. Um solche und ähnlich gelagerte Schicksale zu vermeiden, (Beifall AfD) möchte ich an alle damit befassten ambitionierten Kollegen appellieren, sich solche Dinge ganz gründlich zu überlegen. Und das gilt auch nicht nur für intersexuelle Menschen, sondern auch für transsexuelle. An Minderjährigen haben solche Mittel und Methoden, egal ob Hormontherapie oder operative Unfruchtbarmachung und die Amputation von sekundären Geschlechtsmerkmalen, nichts zu suchen. (Beifall AfD)

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