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René Aust

AfD 10.03.2021 Sitzungen 7/37

f) auf Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zum Thema: „Equal Pay Day – Lohnlücken endlich schließen!“

Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine Damen und Herren, unser Land befindet sich in einer der schwierigsten sozialen und wirtschaftlichen Krisen seit Langem. Eigentlich sollten wir jede verfügbare Zeit in diesem Plenum nutzen, um die schwerwiegenden Folgen der unverhältnismäßigen CoronaLockdown-Maßnahmen zu diskutieren. Und womit beschäftigen wir uns stattdessen? Wir beschäftigen uns dank den Grünen heute mit einem Fabelwesen, dem sogenannten Gender-Pay-Gap, also dem Produkt einer Verschwörungstheorie. (Beifall AfD) Die Verschwörungstheorie hinter dem sogenannten Gender-Pay-Gap ist die Behauptung, es gäbe, und das haben wir vorhin auch schon gehört, ein Patriarchat oder wir lebten in einem patriarchalischen System. Der kanadische Psychologe Prof. Jordan Peterson beschreibt diese Verschwörungstheorie ins Deutsche übersetzt ungefähr so: Die heutigen neuen Möchtegernmarxisten behaupten, die westliche Kultur sei ein Unterdrückungssystem der ach so bösen weißen Männer zur Unterdrückung von Minderheiten, insbesondere von Frauen. (Zwischenruf Abg. Rothe-Beinlich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Aber gut, dass das ein weißer Mann noch mal sagt!) Eben! Ein Ausdruck dieser angeblichen Unterdrückung (Zwischenruf Abg. Dr. Lukin, DIE LINKE: Frauen sind eine Minderheit? Was erzählt er da?!) soll die angebliche Schlechter-Bezahlung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt sein. Und dafür verweisen die grünen Verschwörungstheoretiker eben auf diesen sogenannten Gender-Pay-Gap, auf Deutsch: Verdienst- oder Entgeltunterschiede zwischen Männern und Frauen. Übrigens, die Damen von RotRot-Grün können sich bei dem generischen Maskulinum „Verschwörungstheoretiker“ gern mitgemeint fühlen. Schauen wir uns also diesen angeblichen Verdienstunterschied einmal genau an. Er soll bei ungefähr 20 Prozent liegen. Bei der Berechnung dieser ungefähr 20 Prozent wird aber beispielsweise Folgendes ignoriert: Es werden die Berufsqualifikation, die berufliche Erfahrung, Überstunden, Arbeitszeit ignoriert, es werden bei diesem Verdienstvergleich sogar (Zwischenruf Abg. Wahl, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Strukturelle Unterschiede nennt man das!) Tätigkeitsunterschiede ignoriert usw. Mit anderen Worten: Bei der Berechnungsmethode des GenderPay-Gap, also des angeblichen Verdienstunterschieds zwischen Männern und Frauen, wird alles ignoriert, was die wesentlichen Ursachen für Verdienstunterschiede sind. Stellen Sie sich vor, Sie möchten die Ursache eines Küchenbrands untersuchen und ignorieren dabei den in der Küche stehenden abgebrannten Herd. (Zwischenruf Abg. Rothe-Beinlich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Was für ein Zufall, dass Sie über einen Küchenbrand sprechen, oder?) Genauso sinnlos ist die Berechnung des GenderPay-Gap. (Beifall AfD) Und weil diesen zum Himmel kreischenden Blödsinn in Wahrheit niemand ernst nimmt – und deswegen ist dieser Raum auch halb leer oder halb voll, wie man auch immer möchte –, gibt es noch den bereinigten Gender-Pay-Gap, also den angeblichen Verdienstunterschied bei angenommen vergleichbarer Qualifikation, vergleichbarer Tätigkeit, vergleichbarer Karriere usw. Nimmt man all das an, soll dieser Verdienstunterschied bei immerhin noch ungefähr 5/6 Prozent liegen. Zu diesen 5 bis 6 Prozent schreibt das Bundesamt für Statistik Folgendes: Der bereinigte Gender-Pay-Gap ist die Obergrenze und „wäre geringer […], wenn weitere Informationen über lohnrelevante Einflussfaktoren für die Analysen zur Verfügung gestanden hätten, wie vor allem Angaben zu Erwerbsunterbrechungen.“ Mit anderen Worten: Bei der Berechnung auch dieses bereinigten Verdienstunterschieds werden für die Gehaltsentwicklung wichtige Aspekte wie Mutterschaft, Kindererziehung oder die Pflege Angehöriger, die sich natürlich auf die Gehaltsentwicklung auswirken, überhaupt nicht berücksichtigt. Um es kurz zu machen: Der Gender-Pay-Gap ist in jeglicher Hinsicht verschwörungstheoretischer Murks, ein Fantasiewesen, an das nur mathematische Analphabeten glauben. Es ist der GenderPay-Depp und nicht der Gender-Pay-Gap. (Beifall AfD) Die Diskussion über dieses Fabelwesen kostet jene Zeit, die wir nutzen sollten, um über wirkliche Lebensverbesserung für Kassiererinnen, Zeitungsausträgerinnen, Pflegekräfte, Einzelhandelskauffrauen, Mütter und Rentnerinnen zu diskutieren. Sie rauben mit Ihren links-grünen akademischen Luxusthemen den Frauen mit wirklichen Problemen Aufmerksamkeit und Zeit. (Beifall AfD) (Zwischenruf Abg. Rothe-Beinlich, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Aber gut, dass das ein weißer Mann noch mal sagt!) Frau Rothe-Beinlich, Sie haben wirklich den schwarzen Gürtel in schlechter Laune, kann das sein? (Heiterkeit und Beifall AfD) Und dass Sie von den Grünen diesem Unfug in dieser Krisenzeit Plenarzeit einräumen, zeigt vor allem zwei Dinge: Erstens sind Sie nicht an wissenschaftlichen Erkenntnissen interessiert, sondern daran, wissenschaftliche Methoden zu missbrauchen, um Ihre Ideologie zu stärken, und zweitens sind Sie von den Grünen hier die wahren Verschwörungstheoretiker. (Heiterkeit DIE LINKE, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) (Zwischenruf Abg. Blechschmidt, DIE LINKE: Der war gut!) Übrigens haben wir vorhin etwas vom Gender-Pension-Gap gehört. Wenn Sie das ändern möchten, dann wählen Sie im September AfD. Mit unserem Leitantrag „Sozialpolitik“ werden wir diese Probleme lösen. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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