Björn Höcke
Für die politische Flankierung des Strukturwandels in der Thüringer Automobilindustrie und die Sicherung von Arbeitsplätzen durch ein klares Bekenntnis zum Verbrennungsmotor und zu technologieoffener Forschung
Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Besucher auf der Tribüne, vor allen Dingen liebe Zuschauer – ich nehme an, dass einige Mitarbeiter der Thüringer Automobilindustrie am Livestream jetzt bei uns sind –, herzlich willkommen zum Sonderplenum zur Krise der Automobilindustrie, das die AfD beantragt hat!
(Beifall AfD)
Drei kurze Vorbemerkungen: Erstens: Frau Lehmann, Ihre Rückwärtsgewandtheit kann man sehr schön an Ihrer Liebe zum Windrad ablesen. Das ist nämlich tatsächlich Mittelalter pur.
(Beifall AfD)
Das Zweite, was ich zu sagen habe: Ich bedaure das sehr und finde es irritierend, dass der Ministerpräsident bei diesem wichtigen Thema nicht im Hohen Hause ist. Drittens, sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, finde ich es beschämend, dass dieses wichtige Thema, obwohl wir als AfD die reguläre Redezeit beantragt haben, hier in halber Redezeit debattiert wird. Das ist tatsächlich beschämend und ich glaube, vielen Menschen in Thüringen wird heute klar werden, was sie von Ihnen und Ihren Politikansätzen und Ihrer geheuchelten Empathie zu halten haben.
(Beifall AfD)
Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, 10 Prozent der deutschen Bruttowertschöpfung werden in der Automobilindustrie getätigt, ein Jobkahlschlag droht, wie auch die Bildzeitung vor einigen Tagen feststellte. Jetzt greift die Krise auch noch auf den Maschinenbau über. Wir reden hier also nicht von einer Konjunkturdelle in einer Nischenbranche, hier wankt tatsächlich die Säule des deutschen Wohlstands.
(Beifall AfD)
Diese These wurde genau so vor wenigen Tagen auch vom Ressortleiter Finanzen und Wirtschaft der „WELT Online“, Olaf Gersemann, vertreten, nachdem er die neuesten Schreckenszahlen transportierte. Schaeffler will weitere 4.400 Stellen in Europa abbauen, 12 der 14 betroffenen Standorte liegen in Deutschland. Bei Continental stehen 13.000 Stellen auf der Kippe und MAN gab bekannt, bis zu 9.500 Stellen in Deutschland und Österreich streichen zu wollen. Im Maschinenbau, dem zweiten Kernsegment der deutschen Wirtschaft, wird der Umsatz dieses Jahr um 17 Prozent einbrechen – usw. usf. Sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, hier werden eben keine Flüchtlingshelfer oder Gender-GagaProfessoren entlassen, hier werden die arbeitslos, die Ihre, sehr geehrte Kollegen Abgeordnete von den gebrauchten Parteien, überflüssigen Projekte finanzieren müssen, nämlich die Industriearbeiter.
(Beifall AfD)
Hier wird das transformiert – um mal Ihre Sprache zu gebrauchen –, was einzigartig war und was Deutschland über Jahrzehnte zu einem wirtschaftlichen Fels in der Brandung gemacht hat, nämlich der Industriearbeiter-Adel. Dieser IndustriearbeiterAdel hat einen hohen Spezialisierungsgrad, der eine hochproduktive Verwendung ermöglicht, die wiederum hohe Gehälter finanzierbar macht. In der Autoindustrie liegt der Durchschnittslohn bei 43 Euro in der Stunde. In Deutschland – und das ist eine Binse – ist sozial, was hochproduktive Arbeitsplätze schafft.
(Beifall AfD)
Sie, sehr geehrte Kollegen von den verbrauchten Parteien, zerstören mit Ihrer großen Transformation
