Stefan Möller
Erstes Gesetz zur Änderung des Thüringer Brexit-Übergangsgesetzes
Das ist eine gute Frage, die Sie da stellen. Die beantworte ich Ihnen auch sehr gern. Sehen Sie, natürlich hat so ein System wie die Europäische Union mit ihren Freihandelsmöglichkeiten oder mit ihren erweiterten Handelsmöglichkeiten – richtiger Freihandel ist es ja auch nicht – auch Gewinner. Das ist ganz klar. Diese Gewinner bedauern natürlich den Verlust dieser Möglichkeiten und sehnen sich danach zurück. Aber man muss eben auch schauen – das ist in Deutschland nichts anderes –, wie viele im Volk denn davon Verlierer sind oder wie stark denn die Gewinner-Verlierer-Quote ausgeprägt ist. Das ist dasselbe, wenn Sie sich Thüringen anschauen. Von der Europäischen Union profitiert man natürlich, wenn man sozusagen Transferempfänger ist, ganz klar, aber das ist ja nicht der eigentliche Gedanke der Europäischen Union.
(Zwischenruf Abg. Bergner, FDP: Das ist ja
unerhört!) Von der Europäischen Union profitieren Sie vor allem dann, wenn Sie international auf dem Markt agieren, weil Sie zum Beispiel ein Großkonzern sind. Natürlich, wenn ich in Wolfsburg, in München oder in Ingolstadt sitze,
(Beifall AfD)
finde ich die Europäische Union gut. Da wird Geld verdient. In diesen Städten wird auch das Geld akkumuliert, aber nicht in Erfurt, meine Damen und Herren,
(Beifall AfD)
und wahrscheinlich auch nicht in irgendwelchen schottischen Dörfern. Ich glaube, die Frage, wie viele Leute der Europäischen Union noch zustimmen und wie viele nicht, wird in den Regionen ganz unterschiedlich beantwortet, ob man nämlich dort entsprechende Profiteure sitzen hat oder eben eher nicht. Ich glaube, wenn ich mir Deutschland anschaue, wenn ich mir Großbritannien angucke, dann sind die Regionen und die Menschen, die davon nicht profitieren,
(Beifall AfD)
sondern die eher zu den Verlierern dieses Systems zählen, in der Überzahl. Das ist der Grund für den Brexit gewesen.
(Beifall AfD)
