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Robert-Martin Montag

FDP 15.05.2020 Sitzungen 7/14

Dem Krebs den Kampf ansagen – Wirksame Therapien fördern, Neuerkrankungen reduzieren, Patientinnen und Patienten bestmöglich unterstützen

Meine verehrte Frau Präsidentin, meine sehr verehrten Damen und Herren! Lieber Herr Plötner, ich verstehe, dass Sie sich hier hinstellen und ein Stück weit die Opposition teilweise bei scharfer Kritik kritisieren. Das ist auch die Aufgabe eines Mitglieds einer regierungstragenden Fraktion, auch der größten. Aber eines will und kann ich Ihnen nicht ersparen. Wenn Kritik nämlich notwendig ist – und ich habe eben davon gesprochen, dass ein satzungsgemäßer Sitz des Landesministeriums im Vorstand der Thüringer Krebsgesellschaft vier Jahre unbesetzt ist, das ist zumindest die Information, die wir haben –, ist das problematisch. (Zwischenruf Werner, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie: Das stimmt nicht!) Auch die Frage des wissenschaftlichen Beirats im Krebsregister ist problematisch, wenn daraus wissenschaftliche Forschungsergebnisse generiert werden sollen. Sie können mich gern gleich korrigieren, Frau Werner, natürlich. Aber es ist eine Fortsetzung einer Problematik. Wir reden hier über bestimmte Schieflagen in unserem Gesundheitswesen, gestern erst über die Anerkennung ausländischer Hochschulabschlüsse. Wir reden heute über die Frage: Wie wollen wir eigentlich die onkologische Versorgung stärken? Da sage ich mal ganz vorsichtig: Einen Beiratssitz zu besetzen, sollte eigentlich nicht das ganz große Problem sein. Wir reden darüber: Wie können wir die Bemühungen des Uniklinikums, gemeinsam mit Leipzig zu einem CCC-zertifizierten Zentrum zu werden, unterstützen? Aber wir reden auch davon, dass sich Frau Ministerin Werner bei der Debatte leider nicht deutlich geäußert hat, wie es mit der Nachwuchsgewinnung aussieht. Wie können wir eigentlich die Medizinstudienplätze ausbauen in Jena, in Thüringen? Das fand ich damals schon sehr schade. (Zwischenruf Abg. Plötner, DIE LINKE: Dazu hat sie gestern ausgeführt!) Bitte? Wenn Sie gestern dazu ausgeführt hat, hoffe ich, dass es zu einem Ergebnis führt. Herr Minister Tiefensee sieht es bis heute leider anders und die Debatte im Wissenschaftsausschuss ist leider nicht von einem Konsens geprägt. Ich hoffe, das ändert sich noch. Also, ein Stück weit Kritik muss erlaubt sein, Frau Werner. Ich glaube, Sie können sich trotzdem auf eine konstruktive Arbeit von uns im Ausschuss verlassen, auch bei diesem Thema. Vielen Dank. (Beifall FDP)

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