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Lars Schütze

AfD 13.05.2020 Sitzungen 7/12

Drittes Gesetz zur Änderung des Thüringer Jagdgesetzes

Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, liebe Gäste, wieder beraten wir hier einen Gesetzentwurf, dem sehr viele Thüringer Jäger positiv gegenüberstehen, aber dem in der ersten Lesung vor allem wegen ideologischer Sturheit und machtpolitischer Überlegungen die Überweisung an den Ausschuss versagt wurde. Daher lassen Sie mich kurz auf die erste Beratung zurückblicken: Das, was hier in dem Plenum als angebliche Argumente zur Ablehnung vorgebracht wurde, war teilweise grotesk. Besonders grotesk wurde es, als den unteren Jagdbehörden einfach mal so die Fachkompetenz in ihrem Aufgabengebiet abgesprochen wurde und einzelne Schalenwildarten als Schädlinge diffamiert wurden. Auch die im Bundesjagdgesetz verankerte Hege des Muffelwilds mit der Ansiedlung des Tigers überhaupt in Verbindung zu bringen, ist schlicht absurd und kann nur mit dem bewussten Versuch der Verzerrung erklärt werden, (Beifall AfD) von dem übrigen Unsachlichen aus den Reihen der Linksfraktion gegenüber den Thüringer Jägern mal ganz zu schweigen. Denn Fakt ist: Die ehrenamtlichen Jäger als staatlich geprüfte Naturschützer leisten einen unschätzbaren Dienst zum Erhalt unserer Umwelt und damit für uns alle. (Beifall AfD) Sie sind und bleiben für uns die ersten Ansprechpartner, wenn es um Umwelt und Naturschutz geht. Auch der Vorwurf, dass der Gesetzentwurf zur Unzeit kommen würde, entbehrt jeglicher objektiver Grundlage, denn eine sogenannte Unzeit für Gesetzentwürfe gibt es schlichtweg nicht. (Beifall AfD) Es macht vielmehr deutlich, dass eine sachliche Debatte im Ausschuss von so manchen hier überhaupt nicht erwünscht war, was sehr schade ist, denn insbesondere mit Herrn Minister Hoff hätte ich gern im Ausschuss über das Für und Wider so mancher Passage unseres Gesetzentwurfs gesprochen. Dabei ist es umso erstaunlicher, was ein Stabilitätspakt alles im Thüringen des 21. Jahrhunderts so möglich macht. Dies kannte ich bisher nur aus meiner DDR-Jugend. (Beifall AfD) Das alles hat aber der Kollege Möller in der ersten Beratung sehr treffend festgestellt. Umso deutlicher möchte ich im Namen meiner Fraktion festhalten, dass wir artenreiche, gesunde und überlebensfähige Wälder brauchen sowie den Waldumbau in Teilund Mischwäldern ausdrücklich befürworten und unterstützen. Anders als so mancher hier im Plenum machen wir das übrigens nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten, indem wir unter forstlicher Begleitung zur richtigen Zeit und über mehrere Tage selbst standortgerechte Bäume gepflanzt haben. (Beifall AfD) Ich möchte weiterhin unterstreichen, dass unser Gesetzentwurf einem fachgerechten Waldumbau nicht im Weg steht und auch das wiederkäuende Schalenwild in diesen zukünftigen Mischwäldern seinen gebührenden Platz haben muss, und zwar nicht als unbeliebter Schädling, der gerade einmal geduldet wird, um als Wolfsfutter zu dienen, (Beifall AfD) sondern als positiver, natürlicher und auch gestaltender Bestandteil unserer Wälder sowie als Landschaftspfleger für das Offenland. Denn ebenso wie die Deutsche Wildtier Stiftung sehen wir den positiven Einfluss aller Schalenwildarten auf den Wald und auf die Natur insgesamt und bewerten deren Existenzrecht nicht nur anhand von ökonomisch geprägten Verbissgutachten und Schälschäden, deren Ursachen oft genug auf einen fehlerhaften forstlichen Ansatz zurückzuführen sind, zumal auch ein verbuschter Baum CO bindet und gerade durch 2 sein strukturiertes Wachstum Platz für Tiere aller Art bietet. Darum, verehrte Kollegen, möchte ich Sie bitten, noch einmal in sich zu gehen, um dem Gesetzentwurf zuzustimmen für zukünftige vitale und artenreiche Wälder mit Wild. Vielen Dank. (Beifall AfD)

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