Franziska Baum
Praxisintegrierte vergütete Ausbildung für Erzieherinnen und Erzieher sichern
Vielen Dank. Sehr geehrte Frau Präsidentin, sehr geehrte Kollegen Abgeordnete, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer hier im Saal und auch am Livestream! Ich habe das beim letzten Plenum schon gesagt: Alle lieben PiA. Auch wir Freien Demokraten sind und bleiben davon überzeugt, dass die praxisintegrierte vergütete Ausbildung uns helfen wird, mehr Menschen für den Beruf des Erziehers oder der Erzieherin zu begeistern. Die praxisnahe Ausbildung integriert die Auszubildenden von Anfang an in das Team und motiviert sie dann auch, dort zu bleiben. Die Vergütung macht die Ausbildung attraktiv und ermöglicht es, ganz unabhängig vom Elternhaus oder auch den BAföG-Berechtigungen eine Ausbildung zum Erzieher oder zur Erzieherin zu machen. Das erschließt uns neue Gruppen von Bewerberinnen und Bewerbern und ermöglicht dem Land eine bessere Kinderbetreuung und Erzieherinnen und Erziehern attraktivere Arbeitsbedingungen. Das zeigt auch ein Beispiel in Baden-Württemberg. Aus diesem Grund ist es für uns so wichtig, dass wir heute hier gemeinsam PiA retten, nachdem der Bund sich aus der Finanzierung zurückgezogen hat und wir auf jeden Fall die Einrichtung des zweiten Ausbildungsjahres ab August erst mal sicherstellen. Das schafft Perspektiven für diejenigen, die sich jetzt bewerben, und vor allem auch für die Schulen und die Träger. Die Ergänzung im Antrag durch die CDU, die wir im Ausschuss beschlossen haben, ermöglicht aber vor allem auch, dass wir das Programm verstetigen und langfristig auf eigene Füße stellen, unabhängig davon, ob es ein Bundespilotprojekt ist, bleibt oder weitergeführt wird. Das finden wir sehr wichtig. Lassen Sie mich ein paar Eckpunkte nennen, die uns Freien Demokraten an der Stelle auch besonders wichtig sind, unabhängig von den grundlegenden Gesetzen und Verordnungen, die wir dafür brauchen. Wir wollen PiA gern auch auf die freien Schulträger ausweiten, die ja gerade diejenigen sind, die auch eine Mehrzahl der Schulplätze an der Stelle stellen. Wir wollen aber auch vor allem gute Arbeitsbedingungen für die Auszubildenden und vor allem diejenigen, die sich um die Ausbildung kümmern, schaffen. Für uns ist es ein ganz wichtiger Wert, dass die Auszubildenden von Anfang an hier in die Praxis eingebunden sind und von Kolleginnen und Kollegen vor Ort betreut werden. Da sehen wir aber noch Nachregelungsbedarf, was die Einbeziehung in die Personalplanung angeht, und erhoffen uns, dass wir da bei der langfristigen Aufstellung diese Thematiken mit einbeziehen. Wie Kollegin Abgeordnete Rothe-Beinlich bereits auch in der ersten Beratung gesagt hat, braucht es hierzu einen gemeinsamen Prozess mit Expertinnen und Experten aus der Praxis, mit Trägern und Schulen, mit dem Ministerium und mit all jenen, denen zufriedene Erzieherinnen und Erzieher und glückliche Kinder ein Anliegen sind. Wir als Freie Demokraten werden diesem Antrag herzlich gern in seiner Gänze zustimmen. Vielen Dank.
(Beifall CDU, FDP)
