Malte Krüger
Sehr geehrter Herr Präsident! Ich habe mich noch einmal zu Wort gemeldet, um ein paar Punkte, die genannt worden sind, aus meiner Perspektive einzuordnen. Mir geht es nicht darum, dass dieser Antrag noch einmal eingereicht worden ist, sondern ich habe mich gewundert, dass wir, nachdem wir die Reden im Juni 2026 zu Protokoll gegeben haben, heute eine Aussprache dazu durchführen. Für die Debatte wäre es förderlicher gewesen, wenn die Opposition zuerst zu Wort gekommen wäre. Dann hätte man in der Debatte ganz anders auf die Argumente eingehen können. So war es für mich relativ schwer nachzuvollziehen, was der Schwerpunkt ist, warum wir dazu eine Aussprache führen sollen. Jetzt, nachdem wir die Reden gehört haben, ist es mir klar. Ich will einen Satz aus der Begründung unseres Antrags zitieren. Dort heißt es: „Die Verteilung von Schulstandorten wird dabei durch die kommunalen Gebietskörperschaften als Schulträger bestimmt.“ Das ist doch in Dithmarschen das Problem – Anne Riecke hat es gerade gesagt –: Die Kommunen vor Ort wollen ganz oft nicht ihr Gymnasium abschaffen. Sie sind sehr stolz auf ihr Gymnasium, sie wollen, dass das bestehen bleibt. Deswegen ist die Situation in Dithmarschen so, wie sie ist. Die wollen eben keine Gemeinschaftsschule mit Oberstufe. Ich habe hier die Position der Grünen-Fraktion deutlich gemacht: Wir wollen gerne mehr Gemeinschaftsschulen mit Oberstufe. Aber wenn das vor Ort nicht gewünscht ist, können wir ja schlecht die Schulträger zwingen, Gemeinschaftsschulen mit (Malte Krüger) Oberstufe zu bauen. Das ist das Dilemma, vor dem wir stehen. Deswegen ist es nicht so einfach, topdown zu sagen, wie wir das an der Stelle haben wollen. Herr Habersaat, Sie haben gerade etwas zu den Kooperationsverträgen gesagt; das hat mich wirklich geärgert. Wir haben eine Landtagsdebatte zu den Kooperationsverträgen geführt und als Landtag den Antrag Drucksache 20/3688 beschlossen. Damit haben wir die Landesregierung gebeten, die Handreichung und über die Schulaufsicht ein Controlling auf den Weg zu bringen und mehr dafür zu werben, dass es Kooperationsverträge gibt. Das finde ich richtig. Deswegen ärgert mich, dass Sie jetzt so tun, als ob wir an der Stelle nichts machten.
