Beate Raudies
Das nützt ja nichts, wenn kein Zug fährt!) Die Befürchtung von dezentral versus zentral. – Frau Raudies, Sie haben gerade dazwischengerufen: „Das nützt nichts, wenn kein Zug fährt!“ Das stimmt natürlich. Meine Reaktion ist: Die Handwerkskammern und die IHK fordern aber genau das; sie sagen, wir benötigten so etwas wie ein (Lasse Petersdotter Munstermann) Azubiticket. Da stimmt Ihre Gegenüberstellung, denn das hilft einem nichts, wenn kein Bus oder kein Zug fährt. Deswegen ist es richtig, Wohneinheiten auch ausbildungsnah zu schaffen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU – Zuruf Beate Raudies [SPD]) Zur Befürchtung, dass das Azubiwerk zu zentral wäre: Ich kann noch gar nicht herleiten, woher das kommt, und ich habe jetzt mehrfach den Zwischenruf „Immer wieder Kiel, Kiel, Kiel“ gehört. Ich komme aus Kiel-Nord, und jetzt hätte ich nicht überall etwas dagegen. Der Begriff Kiel kommt im Gesetzentwurf aber noch nicht einmal vor. (Martin Habersaat [SPD]: Das war deine Rede!) – Ja, meine Rede war, dass es womöglich einen Ausgangspunkt wie ein Hauptquartier oder etwas Ähnliches in Kiel geben kann. Dennoch brauchen wir dezentrale Standorte. Wenn sich bestimmte Kommunen zum Beispiel für Wohnheime interessieren und sich dazu bereits auf den Weg machen – wir sehen das im Gemeindebeschluss in Flensburg, und auch Segeberg zeigt großes Interesse –, dann wollen wir natürlich mit den Kommunen zusammenarbeiten. Die Markt- und Bedarfsanalyse wird das zeigen, und diese Markt- und Bedarfsanalyse wird Ende des Jahres vorgestellt und dem Parlament zugewiesen werden. Sie wird vielleicht ein paar Überraschungen mit sich bringen. Denn natürlich gibt es offensichtliche Wohnprobleme in Kiel, in Lübeck und woanders. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass insbesondere für Auszubildende auch Ostholstein durch den starken Tourismus und wenigen Wohnraum dort eine große Herausforderung ist. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU)
