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Magdalena Finke

16.09.2026 Sitzungen 20/126

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Fast 1 Million Menschen in Schleswig-Holstein nehmen Jahr für Jahr an den Angeboten des organisierten Sportes teil. Fast 1 Million. Damit ist der Sport die größte Bürgerbewegung unseres Landes – und er ist vor allem eines: ein gelebtes Miteinander. Denn hinter diesen Zahlen stehen Menschen. Menschen, die Woche für Woche auf dem Sportplatz stehen, Kinder trainieren, Wettkämpfe organisieren, Vereine zusammenhalten und Verantwortung übernehmen – oft im Hintergrund, oft ohne viel darüber zu sprechen, aber immer mit viel Herzblut und mit viel Leidenschaft. Dieses Engagement ist das Fundament unseres Sports. (Beifall CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SPD) Genau dieses Fundament wollten wir stärken, als Sie im Frühjahr 2022 einstimmig das Sportfördergesetz beschlossen haben. Wir haben damit der Sportförderung eine neue Verlässlichkeit gegeben: Aus jährlichen Einzelbescheiden wurde eine institutionelle Finanzierungsgarantie zugunsten des Sports. Nach vier Jahren Sportfördergesetz war deshalb die Zeit gekommen, genauer hinzuschauen: Der Evaluationsbericht, der Ihnen heute vorliegt, zeigt: Die grundsätzliche Ausrichtung stimmt. Alle acht Förderzwecke werden angegangen – vom Breitensport über die Förderung des Ehrenamts bis hin zur Inklusion. Das ist vor allem ein Verdienst des Landessportverbandes. Der LSV ist für uns ein verlässlicher Partner und nimmt seine Aufgaben mit großem Engagement wahr. Dafür möchte ich ausdrücklich Danke sagen. (Beifall) In die Evaluation haben wir die Hinweise des Landesrechnungshofs einbezogen und sorgfältig geprüft. Unser Ergebnis ist: Sie begründen aus unserer Sicht keine Änderung des Sportfördergesetzes. Gleichzeitig nehmen wir die Hinweise sehr ernst: Für mehr Transparenz und einen wirtschaftlichen Umgang mit den zur Verfügung stehenden Mitteln (Ministerin Magdalena Finke) sorgen wir innerhalb des bestehenden Rahmens – aber gemeinsam und im Einvernehmen mit dem LSV. Auch mit dem vom Landessportverband benannten Mehrbedarf haben wir uns intensiv beschäftigt. Vieles davon ist nachvollziehbar. In weiten Teilen ist der zusätzliche Bedarf objektiv vorhanden. Zur Ehrlichkeit des Evaluationsberichts gehört aber auch: In finanziell herausfordernden Zeiten können nicht alle zusätzlichen Bedarfe ohne Weiteres erfüllt werden. Das liegt nicht am Sportfördergesetz, sondern eher an den finanziellen Möglichkeiten und damit an den Entscheidungen, die im Rahmen des Haushalts zu treffen sind. Trotzdem – oder gerade deshalb – lohnt sich der Blick auf das, was wir in den vergangenen Jahren gemeinsam erreicht haben: Seit 2017 sind rund 373,8 Millionen Euro in den Sport in SchleswigHolstein geflossen. Diese Zahl steht für mehr als eine Summe im Haushalt. Sie steht für konkrete Projekte im ganzen Land: für 422 Maßnahmen an Sportstätten, für Investitionen in Hallen, Plätze und Schwimmbäder, für unsere Landesstützpunkte und unsere Olympia-Stützpunkte, für die Schwimmund Rettungsausbildung, für die Aus- und Fortbildung von Trainerinnen und Trainern, und vor allem für die Menschen, die jeden Tag dafür sorgen, dass der Sport in Schleswig-Holstein möglich ist. Wie groß der Bedarf gerade bei unseren Sportstätten bundesweit weiterhin ist, zeigt auch der Blick auf die Förderung des Bundes. Die erste Runde des Bundesförderprogramms Sanierung kommunaler Sportstätten war mehr als 22-fach überzeichnet. Der Bund hatte für die erste Tranche 333 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Eingereicht wurden mehr als 3.600 Projektskizzen mit einem Volumen von über 7,5 Milliarden Euro. Nach Schleswig-Holstein fließen rund 14,6 Millionen Euro. Zwölf Projekte werden umgesetzt. Wir haben das zusätzlich mit 25 Millionen Euro Landesmitteln für unsere Schwimmsportstätten flankiert. Davon profitieren sechs Standorte von Flensburg bis – – (Zuruf Beate Raudies [SPD]) Das sind Mittel aus dem Länderanteil des Sondervermögens des Bundes. – So ist es, genau! (Serpil Midyatli [SPD]: So ist es richtig! – Weitere Zurufe SPD – Beifall BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN und SPD – Martin Habersaat [SPD]: Ob Sie das noch mit Landesmitteln flankieren, ist die Frage!) Davon profitieren sechs Standorte von Flensburg bis Wedel. Die gute Nachricht ist, dass in Kürze die zweite Tranche des Bundesprogramms starten wird. Wir rechnen damit noch in diesem Monat. Dann stehen erneut 333 Millionen Euro zur Verfügung. Unser gemeinsames Ziel muss sein, wieder so viele Gelder wie möglich nach Schleswig-Holstein zu holen. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Lassen Sie mich am Ende noch einige Sätze zum Antrag der SPD sagen. Digitale Angebote gibt es heutzutage bereits viele. Von OpenStreet über Anwendungen der Kommunen bis hin zu den digitalen Angeboten unserer Vereine und Verbände. Hinzu kommt, wo der nächste Bolzplatz, die höchste Klimmzugstange oder die beste Tischtennisplatte zu finden ist, wissen die Menschen vor Ort genau. Und wer neu in der Gegend ist, findet alle Informationen heute mit ein paar Klicks. Doch am Ende geht es uns vor allem um eines. Es geht darum, dass die Menschen in Schleswig-Holstein gute Möglichkeiten haben, Sport zu treiben, und es geht darum, wie wir den Sport auch in Zukunft weiter stärken. Genau darauf sollten wir uns in Zukunft auch konzentrieren. – Vielen lieben Dank. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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