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Tobias Koch

CDU 16.09.2026 Sitzungen 20/126

Sehr schön. Vielen Dank, Frau Präsidentin! Dann will ich noch einmal versuchen zu erklären, weshalb beide Sachverhalte nicht direkt etwas miteinander zu tun haben. Das eine ist der Ausfall von Gruppenzeiten, wenn Personalengpässe bestehen. Sie sagen, dass wir dazu noch eine schlechte Datengrundlage haben. Da wird es Krankheitsfälle oder unbesetzte Stellen geben, die dazu führen, dass eine Gruppe nicht betreut werden kann oder dass die Kinder von den Eltern früher abgeholt werden müssen, weil das Personal nicht da ist, um die eigentlich vorgesehenen Betreuungszeiten zu erfüllen. Das andere ist die Auslastung: Wie viele Kinder sind überhaupt für die Gruppe angemeldet? Da haben wir eine exakte Datengrundlage, weil wir pro Kopf ja die Zuschüsse bezahlen müssen. Wir wissen genau, wie viele Kinder in der Gruppe angemeldet sind. Ganz anderer Sachverhalt; eine exakte, sehr verlässliche Datengrundlage. Wenn wir jetzt feststellen, dass nicht alle 20 Plätze in der Gruppe belegt sind, sondern vielleicht nur 17 oder 15, dann müssen die freien Plätze trotzdem von jemandem bezahlt werden, und zwar von den Kommunen. Das war so nicht wirklich vorgesehen. Die Kommunen sollten den Spitzenausgleich vornehmen, also ausgleichen, wenn mal irgendwo ein Platz frei ist. Aber mittlerweile haben wir so viele freie Plätze, dass es für die Kommunen richtig teuer wird. Deswegen müssen wir schon gucken, wie wir das effizient organisieren. Wenn wir viele Gruppen haben, in denen nur 15 oder 17 Plätze besetzt sind, dann brauchen wir natürlich entsprechend viele Fachkräfte. Es ist natürlich schön, wenn die Gruppen kleiner sind, aber dann haben wir eben zwei Fachkräfte für 15 Kinder. Das ist pädagogisch wunderbar, aber diese Fachkräfte könnten wir natürlich effizienter einsetzen, wenn wir sagen: Diese eine Gruppe schließen wir jetzt, und die 15 Kinder verteilen wir auf die anderen Gruppen, wo auch Plätze frei sind, und die zwei Fachkräfte sorgen dafür, dass die anderen Gruppen nicht ausfallen. Das ist der Punkt. Mit effizienterem Einsatz können wir sicherstellen, dass die anderen Gruppen nicht ausfallen. (Serpil Midyatli [SPD]: Das hilft doch im Alltag der Familien nicht!) – Natürlich, weniger Ausfall hilft den Familien in ihrem Alltag. Darum geht es doch. (Serpil Midyatli [SPD]: Hierhin schieben, dahin schieben – wie soll das funktionieren?) – Wie soll das funktionieren? – Das ist die normale Praxis. In der Kita muss ich immer organisieren, welcher Betreuer in welche Gruppe geht und wie ich den Betrieb am Laufen halten kann. Aber wenn ich mehrere Gruppen habe, in denen freie Plätze sind, ist der Betrieb ja viel schwieriger zu organisieren. Wir müssen es im Grunde leichter machen, indem wir den Betrieb effizient organisieren und indem tatsächlich 20 Kinder zusammen eine Gruppe (Tobias Koch) bilden. Dann sind auch zwei Fachkräfte da, dann ist auch die Verlässlichkeit gegeben. (Beifall CDU)

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