Beate Raudies
Genau!) Deutschland hat aber seit 2015 in erheblichem Umfang humanitäre Zuwanderungen aufgenommen und dabei gerade nicht danach ausgewählt, welche schulischen oder beruflichen Voraussetzungen Menschen mitbringen, sondern denen geholfen, bei denen die Not am größten war. Deshalb lohnt, meine Damen und Herren, an dieser Stelle ein Blick nach Kanada. Kanada ist ein klassisches Einwanderungsland und schneidet bei PISA deutlich besser ab. Aber das kanadische Einwanderungssystem ist in weit stärkerem Maß auf qualifikations- und arbeitsmarktbezogene Zuwanderung ausgerichtet als unseres. 2024 entfielen dort 58 Prozent der dauerhaften Zuwanderung auf wirtschaftliche Zuwanderung und nur rund 20 Prozent auf Flüchtlinge und Zuwanderung aufgrund von humanitären Katastrophen. Migration führt also nicht zwangsläufig zu schlechteren Bildungsergebnissen, aber, meine Damen und Herren, was ich deutlich machen möchte: Die Ausgangsvoraussetzungen sind sehr unterschiedlich. Entscheidend sind Sprachkenntnisse, Bildungsbiografien und die Fähigkeit eines Bildungssystems, mit Unterschieden möglichst früh umzugehen und diese auszugleichen. (Beifall CDU)
