Beate Raudies
Vielen Dank, Herr Kollege. – Wenn die Landesregierung so ehrlich ist, die Mängel einzuräumen – das ist ja tatsächlich was Neues – und die Verbesserung zusagt, wie passt es dann ins Bild, dass sie sich komplett bei einer Aussage enthält, wann denn mit der Verbesserung zu rechnen ist? (Beifall SPD, FDP und Sybilla Nitsch [SSW]) Die Bahn sagt immerhin: Fünf oder zehn Minuten Verspätung. Bei Ihnen steht gar nichts. – Das letzte habe ich nicht verstanden, weil Ihre Fraktion schon so enthusiastisch geklatscht hat. – Ja, so ist meine Fraktion halt. Ich habe gefragt, wie das dazu passt, dass die Landesregierung keine zeitlichen Vorgaben, Termine, Fristen in diesem LNVP drin hat. Selbst die Bahn sagt ja, der Zug kommt fünf oder zehn Minuten später. Das ist doch das Mindeste, was ich dann auch von einem LNVP erwarten kann. (Dr. Bernd Buchholz [FDP]: Bei Ihnen kommt alles später, wir wissen nur nicht, wann!) – Der Minister hat ja berichtet. Wir sind doch in verschiedenen Zwängen gebunden. Das eine sind die Finanzierungen, das andere sind die Planungszeiträume, das ist die Bürokratie. Wissen Sie, es wird mit aller Kraft daran gearbeitet, seien Sie dessen versichert. Jetzt Fristen zu nennen, die dann möglicherweise wieder gerissen werden, trifft wieder die Kritik der Opposition. Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg, seien Sie sich dessen versichert. (Beifall CDU und Uta Röpcke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN] – Zurufe und Lachen SPD und FDP) Ich möchte das wirklich nur kurz skizzieren. Im kommenden Zeitraum geht es darum, die Qualität zu verbessern, die Pünktlichkeit zu steigern, Sicherheit und Sauberkeit zu gewährleisten und – ganz wichtig – neue Haltepunkte im Land zu bauen, damit noch mehr Menschen an den Schienenverkehr angebunden werden. Das ist doch wirklich ein großer Erfolg. Bis in die 90er-Jahre wurden hier im Land Bahnhaltepunkte geschlossen. Wir haben jetzt seit knapp drei Jahrzehnten eine andere Entwicklung. Auch bei mir im Kreis Herzogtum Lauenburg gibt es Gemeinden, die angeschlossen werden wollen, Pogeez oder Güster. Das bedeutet doch auch, dass wir gerade im ländlichen Raum mehr Menschen als bisher den Zugang zur Bahn ermöglichen und eine vernünftige und umweltfreundliche Alternative zum Pkw geschaffen wird. (Beifall Patrick Pender [CDU] – Serpil
