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Heiner Rickers

CDU 27.08.2026 Sitzungen 20/124

Frau Präsidentin! Meine sehr geehrten Damen und Herren! Werte Kollegen! Wir beschäftigen uns ja schon lange mit dem Problem der Wölfe in Schleswig-Holstein. Glücklicherweise hat sich die Situation in den letzten Jahren entspannt. Frau Redmann, wir beide sind nun ganz lange dabei und kennen das Für und Wider. Kein Jäger will einen Wolf erlegen, sondern es ist eher die Verantwortung und die Pflicht, dann, wenn der Wolf gefährlich wird, eingreifen zu können. Dafür brauchen wir Rechtssicherheit. (Beifall CDU und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN) Diese Rechtssicherheit war bisher entweder gar nicht gegeben oder sehr schwierig zu erreichen. Wir wissen bei den Problemwölfen bei uns vor Ort im Kreis Steinburg, die dann erlegt werden sollten, aber nicht erlegt werden konnten oder vielleicht nicht erlegt werden sollten, weil man nicht nachweisen konnte, dass der Problemwolf genau der Problemwolf war: Dreimal über den Zaun geklettert, DNA nachweisen – man erkennt ihn nicht. Wolf ist Wolf, weil vielleicht auch in der Nacht alle gleich aussehen. Sie kennen die bestehenden Probleme. Dafür hat sich natürlich niemand dieser Verantwortung gestellt. Zu Recht. Die Jäger hatten Angst – das haben sie in den Gesprächen geäußert –, dass ihnen nachher Haus oder Hof angesteckt werden oder sie in der Zeitung stehen oder große Demonstrationszüge nach Erlegen eines Wolfs – das ist ja nie vorgekommen – vor ihrem Haus hätten erleben können, und, und, und. Die Stimmung hat sich verändert, weil wir auch Problemwölfe erlebt haben, nicht nur in der Natur, sondern auch nah an Kindergärten. Ich schildere jetzt mal ein Beispiel ganz bei mir aus der Nähe. Die Hauptbahntrasse von Hamburg nach Kiel: Der Wolf jagt nachgewiesenermaßen eine Kuhherde auf die viel befahrene Eisenbahntrasse, und der Zug fährt in diese Herde hinein. Einige Kühe sind gestorben. Gut, das war schon dramatisch und schwierig für den, der die Kühe auf der Weide hat, nachzuweisen, dass er ordentlich eingezäunt hatte. Der hat ein Riesenproblem und schlaflose Nächte. Aber das größere Problem ist, wenn dort noch Menschen zu Schaden kommen. Dann werden doch alle zu Recht der Politik Vorhaltungen machen und sagen: Habt ihr da nicht aufgepasst? Warum ist denn niemand in der Lage, in so einer Situation einzuschreiten? Das können nur die Leute, die wissen, wie man mit einer Waffe ungefährlich umgeht, um am Ende dann diesen Wolf zu erlegen. Deswegen ist das wichtig. Ich will abschließend sagen: Schön für die Leute, die vor Ort Verantwortung übernehmen können, sie zukünftig auch übernehmen werden, das auch wollen, die regional verhaftet sind. Deswegen vielen Dank an die Jägerschaft und vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir das heute erreicht haben. (Beifall CDU und vereinzelt BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN)

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