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Martin Habersaat

SPD 27.08.2026 Sitzungen 20/124

Vielen Dank. – Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Ich bin im Jahr 2003 das erste Mal in die Gemeindevertretung in Barsbüttel gewählt worden. Eine der ersten wirklich lebhaften Debatten ging um die Frage, ob wir die Öffnungszeiten der Kitas auf 17 beziehungsweise 18 Uhr ausweiten oder ob wir, wie es damals üblich war, bei den meisten Gruppen nach dem Mittagessen Schluss machen. Ein Kollege, der mir damals gegenüber in der CDU saß, sagte: Na ja, die Eltern werden es sich überlegt haben, ob sie Kinder bekommen. Warum sollen wir denn jetzt in Kitas am Nachmittag investieren? – Seitdem hat die CDU einen weiten Weg gemacht, und inzwischen ist es allgemein anerkannte Praxis, dass wir Kitas ganztägig öffnen, um Eltern ihre Lebensmodelle zu ermöglichen und (Martin Habersaat) gleichzeitig gute Bildung und Betreuung für die Kinder zu gewährleisten. Ich möchte einfach weiter daran glauben, liebe Kolleginnen und Kollegen von der CDU, dass Sie auch bei der Frage der Bildungskosten so einen Weg nehmen können. Es geht mir nicht darum, Eltern alle Kosten abzunehmen. Es geht mir aber darum, im Landtag eine Verantwortung dafür wahrzunehmen, welche Kosten an welcher Stelle auftreten, und darüber nachzudenken, ob diese Kosten möglicherweise zu reduzieren sind. Das ist auch gar nicht alles mit zusätzlichen Ausgaben verbunden. Wir haben das 2016 sehr intensiv diskutiert, nachdem wir diesen Bericht hatten. Da gab es durchaus Debatten im Bildungsausschuss und erste Schritte in die richtige Richtung. Es ging um die Frage, ob man Höchstgrenzen für Klassenfahrten festschreibt, ob man sagt, in der Grundschule liegt die bei 200 Euro, an der weiterführenden Schule bei 400 Euro, und mehr darf nicht ausgegeben werden. Das haben wir nicht mehr durchgesetzt bekommen, denn dann kam irgendwann die Landtagswahl 2017 mit anderen Mehrheiten, und dieses Thema geriet aus dem Blick. Das hätte gar nichts gekostet. Das Thema Verbrauchsmaterialien ist eines, das mich beschäftigt, weil es ja logisch ist, dass insgesamt weniger Kosten entstehen, wenn es zentral organisiert wird. Man müsste dann mit Schulträgern gemeinsam Lösungen entwickeln, die es auf der einen Seite für alle Beteiligten günstiger machen und die es auf der anderen Seite ermöglichen, dass alle Schülerinnen und Schüler dieselben Materialien haben. Es ist nun mal leider so, dass Kinder ein sehr genaues Auge dafür haben, wer den besseren Tuschkasten hat und wer nicht. Auch das würde es geben.

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