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Andreas Hein

CDU 18.06.2026 Sitzungen 20/121

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Ja, so ist das, Herr Kollege (Andreas Hein) Vogt. Ich finde die EU immer dann toll, wenn sie Schleswig-Holstein, wenn sie Deutschland nützt. Deswegen finde ich auch die Dinge gut, die die EU entscheidet, von denen wir Schleswig-Holsteiner oder von denen wir in Deutschland profitieren. Bei den Dingen, die Sie manchmal in Schaufenster stellen, (Zuruf SPD: Was soll das denn?) die wir eben nicht so gut gebrauchen können, kritisiere ich Sie dann auch einmal, um auf Ihre Frage zurückzukommen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Dann gibt es immer noch das Thema H -ready. 2 Gerade auch, weil die Kollegin Nitsch es angesprochen hat: Natürlich brauchen wir zur Absicherung entsprechend Gaskraftwerke – so wird das heute dargestellt; die Ausschreibungen werden erfolgen –, die H -ready sein sollen, damit wir sie in Zukunft 2 eben nicht mehr mit Erdgas, sondern mit Wasserstoff betreiben können. (Sybilla Nitsch [SSW]: Mit grünem oder blauem Wasserstoff?) Wir haben gar nicht das Ansinnen, Wasserstoff zu verbrennen, sondern sie sollen am Ende des Tages als Absicherung für die Lücke da sein. Lassen Sie mich noch eines sagen: Warum haben wir den Antrag eigentlich gestellt? Sie haben völlig recht. Natürlich ist das ein Thema, das uns wirklich auch im Bund bewegt. Wenn wir aber auf Schleswig-Holstein gucken, dann sind wir im Moment an einem Punkt, dass wir gemessen an unserem Verbrauch in den Netzen über 200 Prozent erneuerbare Energie haben. Wir sind sogar – wie wir immer sagen – in der zweiten Halbzeit der Energiewende. Wenn man den Bericht gelesen hat, stellt man fest – ich habe es schon einmal vorgetragen –, dass wir im letzten Jahr in 76 Prozent der Zeit im Netzgebiet der Schleswig-Holstein Netz AG alleine mit erneuerbaren Energien versorgen konnten. Das ist ein Riesenerfolg. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Rixa Kleinschmit [CDU]) Jetzt brauchen wir noch Speicher in Form von Batteriespeichern, in Form von Gasspeichern und in Form von Wasserstofferzeugungsanlagen, damit wir in die zweite Hälfte kommen. Der Antrag ist genau dafür da, um mehr Verbündete zu suchen und über den Bundesrat darauf hinzuwirken, dass wir dieses Thema der Baukostenzuschüsse oder des Redispatch-Vorbehalts nicht bekommen. Warum nicht? Erstens. Die Baukostenzuschüsse wirken entsprechend auf die Projektierer, auf die Bürgerenergiegesellschaften, auf diejenigen, die die Erzeugungsanlagen bauen, und macht das Invest dort teurer. Das macht keinen Sinn. Zweitens. Der Redispatch-Vorbehalt würde bedeuten, dass wir in Schleswig-Holstein in unserem Netzgebiet sehr wahrscheinlich nicht zu einem weiteren Ausbau von erneuerbaren Energienanlagen kommen. Diesen Ausbau brauchen wir aber, wenn wir das Thema Wasserstoff, wenn wir das Thema Versorgung der Industrie weiterdenken. Genau das ist der Weg, den wir gehen wollen, damit wir zu dem Thema hinkommen, dass wir ein klimaneutrales Industrieland werden. – Herzlichen Dank. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und vereinzelt CDU)

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