Dr. Ulrike Täck
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Sonderausschreibungen, Differenzverträge, Redispatch-Kosten, Baukostenzuschüsse, Reifegradverfahren und Gigawattzahlen – über all das werde ich hier nicht sprechen. Ich werde darüber sprechen, warum wir das alles brauchen und was der Hintergrund ist. Und das, Herr Timmer, ist kein kalter Kaffee. Das sieht man, wenn man sich die aktuelle Krisenlage anschaut. Auch wenn man die aktuelle Situation im Bundeswirtschaftsministerium betrachtet, zeigt sich: Das ist das alles andere als kalter Kaffee. (Zuruf SPD) Der Krieg im Iran hat uns schmerzhaft vor Augen geführt, was wir eigentlich längst wissen: Wer von fossilen Energieimporten abhängig ist, zahlt drauf. Die Folgen der russischen Vollinvasion der Ukraine und des Krieges im Iran werden uns noch lange begleiten. Wer glaubt, nach Trumps Deal mit dem Iran, der im Übrigen gestern von Trump unterschrieben wurde, würde jetzt alles wieder billig, wird enttäuscht werden. Selbst wenn die Straße von Hormus morgen wieder passierbar wäre, sind doch die Infrastrukturschäden infolge des Kriegs so groß, dass die Preise längerfristig hoch bleiben. (Zuruf Dr. Heiner Garg [FDP]) Die erneuerbaren Energien haben dafür gesorgt, dass die Strompreise stabil sind. Deshalb liegt eine Lösung auf der Hand: Erneuerbare Energien müssen unvermindert und schnell ausgebaut werden. Heizungssysteme und der Verkehr müssen elektrifiziert werden, und die Stromsteuer muss endlich für alle gesenkt werden. (Vereinzelter Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)
