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Annabell Krämer

FDP 18.06.2026 Sitzungen 20/121

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Es wurde bereits mehrfach gesagt: Es ist erschreckend. Die Landesregierung verfügt im Jahr 2026 über keine belastbare Übersicht über den Zustand der Schwimmbäder im Land. Aber nicht nur über den Zustand; denn Sie wissen noch nicht einmal, wie viele Schwimmbäder es in unserem Land überhaupt gibt. Ganz ehrlich: Wie kann man sich denn auf eine Datenlage aus dem Jahr 2016 berufen und selbst schreiben, wir wissen, dass die Datenlage „nicht auskömmlich“ ist? 82 Schwimmstätten wurden in dieser Antwort auf die Große Anfrage namentlich erwähnt. Ich danke hierfür, aber ich hätte das Kantholz zwischen den Zähnen gehabt, wenn das meine Große Anfrage gewesen wäre. Werte Landesregierung, ich muss ganz ehrlich sagen: Aus meiner Sicht ist das, was hier geliefert wurde, wirklich unparlamentarisch. Das ist eine Missachtung des Parlaments, dass man es wagt, das als Antwort auf die Große Anfrage zurückzugeben. (Zuruf: Arbeitsverweigerung!) Wie kann ich allen Ernstes eine Datenlage von 82 Schwimmstätten zurückspiegeln, wenn ich über das FAG im Jahr 2022 172 Schwimmstätten, im Jahr 2023 166 und im Jahr 2024 169 gefördert habe? Wenn die Schwimmstätten Geld bekommen, dann kann ich doch nachfassen. Dann sage ich doch: Entschuldigt bitte, aber ich habe hier eine Große Anfrage, ihr habt zu liefern. Es kann doch nicht wahr sein, dass man sich mit so einer Rückmeldung seitens der Kommunen zufriedengibt. Tut mir leid, aber das ist unfassbar. (Beifall FDP und SPD) Das Größte ist jetzt gesagt. Wir haben alte Schwimmstätten, die Investitionsbedarfe liegen bei 40 bis 50 Prozent – Pinneberg: 33 Millionen Euro, Reinbek: 15 bis 18 Millionen Euro, Glückstadt, das wurde alles bereits gesagt. Aber dass man sich traut zu sagen, eine datenbasierte Antwort sei „mangels umfänglich vorhandener Daten nicht möglich“, ist ein Offenbarungseid. (Annabell Krämer) Wenn ich das Thema Schwimmen in meinem Sportentwicklungsplan als besonderes Handlungsfeld erwähne, dann muss sich der Landessportverband wirklich – das muss ich ganz ehrlich sagen – in den Hintern getreten fühlen. Ich glaube, ich weiß, warum Sie nicht nachgefasst haben. Sie hatten nämlich Angst vor dem Erkenntnisgewinn. Denn die, die sich zurückgemeldet haben, sind wahrscheinlich nur die Spitze des Eisbergs. Dann ist es doch besser, wenn wir das Parlament mit den Rückmeldungen beruhigen, die wir haben, und wie das bei den anderen aussieht, möchten wir gar nicht erst wissen. Denn was ich nicht sehe, sehen die anderen auch nicht.

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