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Martin Habersaat

SPD 07.05.2026 Sitzungen 20/118

Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Meine Damen und Herren! Da die Tiefgarage bis 18:30 Uhr gesperrt ist, habe ich mich getraut, mich noch für einen Dreiminutenbeitrag zu melden. (Unruhe und Heiterkeit) Zum einen möchte ich auf ein an Grundschulen inzwischen angekommenes Problem hinweisen: Der Schweigefuchs und der Gruß der Grauen Wölfe sind identisch, weswegen davon abzuraten ist, das in der Öffentlichkeit vorzuzeigen – zumal als Landtagsabgeordneter. Dann wollte ich auf einen Punkt eingehen, der mir wichtig wäre, bei dem ich wirklich hoffe, dass Bewegung zu erzielen ist, egal in welchem Gesetz oder in welcher Verordnung man das regeln kann. Wir definieren hier in einem Gesetz Wege in den Schuldienst, weil wir sehen, dass uns Fachkräfte fehlen. Auf der anderen Seite gibt es Fachkräfte, die wir nicht Fachkräfte sein lassen. Wir haben in Schleswig-Holstein eine Grundschule, die inzwischen ihre zehnte, elfte, zwölfte Ausschreibung auf der Suche nach einer Schulleitung laufen hat. Es gibt eine Bewerbung, aber diese Bewerbung stammt von einer Förderschullehrkraft und nicht von einer Grundschullehrkraft. Also können wir sie leider nicht nehmen und lassen die Grundschule lieber weiter ohne Leitung sein. Wir haben fachfremden Mathematikunterricht noch und nöcher, aber eine Berufsschullehrkraft kann nur Mathematik an einer Gemeinschaftsschule unterrichten, wenn das Ministerium die Berufsschullehrkraft dahin abordnet. Dann geht das, aber sie kann nicht dauerhaft an diese Gemeinschaftsschule, um da Mathematiklehrerin zu sein. Das ist doch absurd, Herr Balasus. Warum tun wir das? (Martin Balasus [CDU]: Das haben Sie gestern schon erzählt!) Wir erkennen das Grundschulstudium in Bayern nicht an. Bayern ist doch zumindest hier in den schwarzen Reihen unser Vorbild, was Bildung angeht. Warum können wir das bayerische (Martin Habersaat) Grundschulstudium in Schleswig-Holstein nicht anerkennen? Warum? Es gibt eine Lehrerin, die in Mecklenburg-Vorpommern von Gymnasiallehrkraft auf Grundschullehrkraft umgeschult hat, weil da Grundschullehrkräfte knapp sind. Dann will sie der Liebe wegen nach Schleswig-Holstein ziehen. Können wir sie an der Grundschule einstellen? Nein, können wir nicht, weil wir es nicht anerkennen. Warum? (Martin Balasus [CDU]: Es geht um den Berufseinstieg!) Bitte geben Sie sich einen Ruck, in solchen Fällen pragmatisch vorzugehen. Dann haben wir mehr Fachkräfte; dann müssen wir weniger über solche Noteinstiege reden. – Vielen Dank. (Beifall SPD)

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