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Malte Krüger

GRÜNE 07.05.2026 Sitzungen 20/118

Jetzt haben Sie mich doch animiert, noch einmal zwei Fragen zu stellen. Ich mache das in einem Rutsch. Was Sie gerade mit der Anleitung beschrieben haben: Ich glaube nicht, dass das so geht. Das sage ich Ihnen ganz ehrlich. Ich weiß, dass das in der Anhörung im Ausschuss sozusagen eine Befürchtung war. Nach meinem Kenntnisstand ist das aber so nicht möglich, wie Sie das gerade beschrieben haben. Wir müssen uns das noch einmal angucken, aber ich glaube nicht, dass das so möglich ist. Das ist das eine. (Martin Habersaat) Das andere ist: Sie haben vorhin von einer Zweiklassengesellschaft gesprochen, was die Bezahlung angeht. Ich spreche oft mit Verwandten in Hamburg und stelle dabei fest, dass wir in Hamburg jetzt schon eine Situation haben, die genau dem entspricht, was Sie beschrieben haben, und von der Sie sagen, dass Sie das für Schleswig-Holstein nicht wollen. Ich glaube, dass man auch in Schleswig-Holstein diese Situation schon hat, und ich glaube nicht, dass sie erst dadurch erreicht wird, indem wir diesen Gesetzentwurf machen. Eigentlich haben wir diese Situation bereits an den Schulen, und deswegen verstehe ich Ihre Sorge nicht. (Unruhe – Glocke) Ich möchte Sie bitten, dazu Stellung zu nehmen, wie Sie das für Hamburg einschätzen, wo wir die Situation schon längst haben. – Herr Kollege, ich würde allen Bundesländern empfehlen, Wege in den Schuldienst zu definieren, die nachhaltig in den Schuldienst und dazu führen, dass man am Ende vollwertige, gleich bezahlte Lehrkräfte in einem Kollegium hat. Alle Bundesländer, die das nicht so machen, machen das aus meiner Sicht falsch, und ich finde es schade, dass sich mein Bundesland jetzt auch auf diesen Weg begeben möchte. Zu Ihrer zweiten Frage brauche ich gerade noch einmal ein Stichwort. – Ach nein, ich weiß sie wieder. Es war die Frage nach Vertretungslehrkräften, die Studierende sind und andere ausbilden. Es war keine Sorge, die da formuliert wurde, sondern das war der Tatsachenbericht einer Professorin der Universität Flensburg. Sie hat uns gesagt, dass das heute in Schleswig-Holstein passiere. Lesen Sie das im Ausschussprotokoll nach, oder sprechen Sie vielleicht mit der Uni. Ich hatte das aber durchaus in Gesprächen vorher auch schon einmal erfahren, und mein großer Wunsch an die regierungstragenden Fraktionen und die Landesregierung wäre, so etwas nicht immer zu negieren. Ich habe mit großem Entsetzen Karin Prien bei Markus Lanz gesehen. Sie sagte: „Was? Klassenlehrkräfte, die keine studierten Lehrkräfte sind – das kann ich mir nicht vorstellen. In SchleswigHolstein gibt es das nicht.“ Wir hatten aber doch die Briefe von genau diesen Lehrkräften, und die Bankkauffrau aus dem Kreis Pinneberg stand in allen Zeitungen. Das gibt es, aber das sollte es nicht geben. (Zurufe Serpil Midyatli [SPD] und Sybilla Nitsch [SSW])

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