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Martin Habersaat

SPD 07.05.2026 Sitzungen 20/118

Die GEW hat 75 Nachwuchslehrkräfte in Schleswig-Holstein gefragt, wie es eigentlich um ihre Zukunft steht. Nur 23 davon hatten eine Planstelle in Aussicht. Mehr als die Hälfte sah für sich keine Perspektive, in Schleswig-Holstein zu bleiben. Zwei Drittel dieser Lehrkräfte in Ausbildung würden den Vorbereitungsdienst nicht weiterempfehlen. Das war nicht nur ein Problem in diesem Jahrgang, sondern das setzt sich natürlich an den Hochschulen fort. Meine Damen und Herren, wir werden ein massives Nachwuchsproblem in der beruflichen Bildung bekommen, wenn Sie weiter so mit unseren Lehrkräften in Ausbildung umgehen, wie Sie das jetzt tun. Gerade in der beruflichen Bildung ist es so, dass nicht ganz junge Menschen Lehrkraft werden wollen. In der Regel haben Sie bereits Abitur, eine Ausbildung, Erfahrung im Beruf, ein Studium und entscheiden sich dann für ein Referendariat. Wenn sie jedoch so unsichere Perspektiven haben, wie Sie sie ihnen momentan bieten, dann werden Sie sehen, dass wir die Leute nicht bekommen, die wir brauchen. Mein zweiter Punkt aus der Praxis, den ich hier zum Vortrag bringen möchte, ist aus der Anhörung. Die Universität Flensburg hat uns in der Anhörung gewarnt. Momentan komme es an Schulen dazu, dass Studierende als Vertretungslehrkräfte teilweise in Vollzeit arbeiteten (Sybilla Nitsch [SSW]: Ja, allerdings!) und teilweise als Klassenlehrkräfte sowie teilweise in der Ausbildung von Nachwuchslehrkräften eingesetzt würden. Es könne also passieren, dass ein Praktikant in der Masterphase an die Schule komme, um sein Praktikum zu machen, und von einem Studenten in der Bachelorphase als Klassenlehrkraft angeleitet werde, Unterricht zu machen. – Meine Damen und Herren, das kann es nicht sein. (Beifall SPD und SSW) Herr Balasus, das haben Sie in der Anhörung im Ausschuss ja auch gehört, und ich hoffe, wir sind uns einig, dass das nicht sein kann. Außerdem hoffe ich, dass Sie finden, dass ich da nicht schwarzmale, sondern einfach sage: Das ist ein Alarmsignal, das wir ernst nehmen und abschalten müssen. SPD, FDP und SSW haben Ihnen heute einen Antrag vorgelegt, in dem wir Ihnen Maßnahmen vorschlagen, wie man den Lehrkräftemangel nachhaltig – –

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