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Malte Krüger

GRÜNE 07.05.2026 Sitzungen 20/118

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Ob es nun Meister Eder, Meister Yoda oder Bilbo, der Meisterdieb, sind: Ohne Meister läuft nicht viel. Ich glaube, wir sind alle auf ziemlich gute Meister angewiesen. Der Weg ins Handwerk lohnt sich auch: tolle Berufe, gute Auftragslage, und mit der Selbstständigkeit sind viele Chancen verbunden. Entscheidend ist die Frage, wo staatliche Förderung am sinnvollsten ist. Fördern wir pauschal Abschlüsse oder gezielt Gründungs- und Betriebsübernahmen, oder – das ist eine Debatte, die wir hier noch nicht geführt haben – erleichtern wir den Start in den Meister? Bei der Annahme für die Meisterausbildung gibt es manchmal zu viele Bewerber auf zu wenig Plätze. Das ist ab und zu in einigen Bereichen etwas absurd, weil wir zum Teil Fachkräftemangel in bestimmten Bereichen haben. Wenn die Plätze dort stark begrenzt sind, man aber mehr Bewerber_innen hat, erzeugt das für diejenigen, die dort in der (Malte Krüger) Situation sind, abgelehnt zu werden, eine frustrierende Situation. Auch da kann man überlegen, ob man bestimmte neue Wege eröffnet, um den Weg in den Meister zu erleichtern. Schleswig-Holstein setzt meiner Meinung nach den richtigen Schwerpunkt und unterstützt die Gründung und Übernahme von Handwerksbetrieben mit mindestens 7.500 Euro. Für neu geschaffene Arbeits- und Ausbildungsplätze kommen weitere 2.500 dazu. Mehr als 1.300 Meister_innen haben davon profitiert. Das ist ein echtes Erfolgsmodell. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, CDU und Dr. Bernd Buchholz [FDP]) Wir erleichtern die Betriebsgründung und ermöglichen die erfolgreiche Übernahme von bestehenden Betrieben. In den kommenden Jahren wird das den Generationswechsel im Handwerk erleichtern. Von allen Seiten wird dieses Modell sehr gelobt. Eine Verlängerung bis 2028 wurde auch schon bekannt gegeben. Das ist der SPD natürlich nicht erfolgreich genug, und sie fordert nun eine Prämie von 2.000 Euro für alle, die einen Techniker oder Meister machen. Das ist für den Landeshaushalt wieder eine ordentliche Summe und steht unserer Struktur entgegen. Das Saarland, auf das sich die SPD bezieht, hat übrigens keine Meistergründungsprämie. Das gehört zur Wahrheit dazu. Auch die Handwerkskammer lobt die Meistergründungsprämie und hält nichts davon, sie in einen Aufstiegsbonus umzuwandeln. Wir halten an der zielgerichteten Gründungsprämie fest. Jetzt kommt die FDP mit der Idee, dass die BAföG-Rückzahlung vollständig erlassen wird. Diese Forderung ist nicht zu finanzieren. Interessant ist aber, dass in der letzten Legislatur der damalige Wirtschaftsminister von der FDP, Bernd Buchholz, diese Forderung nicht verfolgt hat, soweit ich weiß. (Serpil Midyatli [SPD]: Das haben wir schon gehört! – Zurufe FDP) – Herr Buchholz, als ich das in der Zeitung gelesen habe, musste ich Sie mir als Wirtschaftsminister bildhaft vorstellen. Ich habe mir vorgestellt, sie säßen da und sagten: 2 Millionen Euro sind doch eine überschaubare Kostenbelastung. Das konnte ich mir irgendwie nicht vorstellen. Denn 2 Millionen Euro sind 2 Millionen Euro. Die haben wir nicht mal eben übrig. (Dr. Bernd Buchholz [FDP]: Das gebe ich zu! – Unruhe) Zur Abmilderung der Kosten in der Techniker- und Meisterausbildung existiert eben noch das MeisterBAföG – zumal sich der Meistertitel allemal lohnt. Viele Handwerksbetriebe haben lange Wartezeiten für einen neuen Auftrag und sind unternehmerisch sehr erfolgreich. (Unruhe) Wir halten die Betriebsförderung für sinnvoller als eine Abschlussförderung. (Glocke Präsidentin) – Mit dem Glockenschlag bin ich fertig. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU)

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