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Martin Balasus

CDU 06.05.2026 Sitzungen 20/117

Das will ich hier besprechen. – Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Kollege Stender, zuallererst möchte ich klarstellen, dass ich mich sehr freue, dass Sie meinen SocialMedia-Aktivitäten so viel Interesse entgegenbringen, dass Sie diese so eng verfolgen – wenigstens einer. (Heiterkeit – Christopher Vogt [FDP]: Sollen wir rausgehen?) Jetzt möchte ich noch etwas Ernstes sagen. (Sybilla Nitsch [SSW]: Jetzt kommt´s!) Darüber freue ich mich; noch mehr würde ich mich aber freuen, wenn Sie in Ihrer Wortwahl hier weniger die Tonalität, die in den sozialen Medien immer häufiger vorherrscht, nachahmen würden. Ich möchte aber noch etwas zum Schuldienst sagen. Das ist bei mir einige Jahre her. Ich meine jetzt nicht die Schülerzeit, sondern die Lehrerzeit. Im Jahr 2012 habe ich im Schuldienst angefangen. Damals hatten wir im Lehrerzimmer noch einen Overhead-Projektor-Beauftragten mit der ver- (Martin Balasus) antwortungsvollen Aufgabe, die Glühbirnen einmal im Jahr zu wechseln. (Heiterkeit – Christopher Vogt [FDP]: Ach, das warst du! Das war dein erster Kontakt zum Freiwilligen Sozialen Jahr! – Peer Knöfler [CDU]: Steiler Aufstieg!) Das war keine Funktionsstelle; das ist sie auch nicht mehr geworden. Ich erzähle das, weil ich eines einmal unterstreichen möchte: So lange ist das jetzt nicht her, aber es ist echt krass, würde manch einer vielleicht sagen, was sich in den Schulen seitdem in puncto Medienbildung, Medienerziehung, Ausstattung mit Medien et cetera getan hat. Ich will jetzt gar nicht anfangen, von technischer Ausstattung, Digitalpakt, 100 Prozent Glasfaseranschluss und so weiter zu erzählen. Das wissen wir alle, das ist ganz klar. (Beate Raudies [SPD]: 100 Prozent Quote Glasfaser gibt es seit letzter Woche – nach 10 Jahren!) Aber, liebe Kolleginnen und Kollegen, mir geht es um die innere Dimension, Medienkompetenz ist eine feste Kompetenz in allen Unterrichtsfächern, nicht nur in einem, in allen. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Zum Beispiel muss Medienkompetenz im Fach Deutsch Berücksichtigung finden. Jede Schule hat ein Präventionskonzept, das ist verpflichtend. Mediensucht zum Beispiel ist ein typisches Schwerpunktthema. Jede Schule müsste ein Mediencurriculum haben. Manche haben das schon, andere sollten sich auf den Weg machen. Wir haben Informatik als neues Pflichtfach eingeführt; wir haben den Chatbot telli eingeführt. Seit 2021 gibt es das Landesprogramm Zukunft Schule im digitalen Zeitalter mit unzähligen Fortbildungen für Lehrkräfte am IQSH. Ebenso gibt es am IQSH Medienberatung mit einem Schwerpunkt auf den Einsatz von Medien und KI in der Schule sowie einen Leitfaden, der eine Antwort auf die Frage nach dem Umgang mit Chatbots finden soll. Es gibt InternetABC-Schulen. Es gibt also unglaublich viel. Das ist ganz wichtig. Es kann mancherorts bestimmt noch besser werden, dass all die Dinge auch wahrgenommen werden. Manchmal ist es vielleicht auch ein Umsetzungsproblem. Aber ein ganz wichtiger Punkt wurde vorhin genannt: Man muss mit den Eltern arbeiten. Es kann nur gelingen, wenn man auf einem Elternabend ins Gespräch kommt. Ihr findet das in unserem Alternativantrag, dass eine Handreichung an die Eltern gefordert wird und beschlossen werden soll. Ich glaube, es ist nicht sinnvoll, dass wir ständig über die Einführung von neuen Unterrichtsfächern sprechen. Wir haben über Finanzbildung gesprochen. Das ist auch etwas, das ständig genannt wird. (Zurufe Serpil Midyatli [SPD] und Martin Habersaat [SPD]) Unser Weg, die richtige Mischung aus Einschränkung und Befähigung zu finden, ist verantwortungsbewusstes Handeln und ich bin mir ganz sicher, dass wir damit hier in Schleswig-Holstein gut fahren. – Vielen Dank. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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