Beate Nielsen
Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Mit dem vorliegenden Alternativantrag von CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN setzen wir ein klares Zeichen: (Kianusch Stender [SPD]: Ja!) Wir nehmen die Lebensrealität von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum ernst – mit all ihren Chancen, aber auch mit ihren Risiken. Soziale Medien sind längst fester Bestandteil des Alltags junger Menschen. Gleichzeitig zeigen aktuelle Zahlen und Studien alarmierende Entwicklungen. Knapp ein Viertel der 10- bis 17-Jährigen – somit rund 1,14 Millionen – weist bereits eine riskante Nutzung auf, bei etwa 350.000 sogar eine krankhafte Nutzung. Drei Viertel der Jugendlichen sind schon vor dem 13. Lebensjahr auf Social Me- (Beate Nielsen) dia aktiv, teils sogar im Vorschulalter. Neurowissenschaftliche Erkenntnisse warnen zudem vor möglichen bleibenden Schäden in der Gehirnentwicklung sowie Folgen wie Angst, Aggressivität und Konzentrationsstörungen. Deshalb sagen wir klar: Der Schutz unserer Kinder hat Vorrang. (Beifall CDU und Sebastian Bonau [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) Der FDP-Antrag setzt vor allem auf Medienbildung, Prävention, Empfehlungen an Eltern und langfristige EU-Regulierungen, um Kinder und Jugendliche im Umgang mit sozialen Medien zu stärken. (Christopher Vogt [FDP]: Ja, genau! – Annabell Krämer [FDP]: Ja!) Das greift zu kurz, weil echter Schutz fehlt und die Maßnahmen überwiegend auf Freiwilligkeit und spätere Wirkung setzen. Statt jetzt verbindlich und wirksam einzugreifen, werden Schulen, Eltern und Kinder weitgehend alleingelassen. (Beifall CDU – Wortmeldung Christopher Vogt [FDP]) – Ich würde gern weitermachen.
