Nelly Waldeck
Bei der Buslinie, die Sie eingestellt haben, geht es um eine Kofinanzierung von 25.000 Euro; im Verhältnis zu über 700.000 Euro würde das nur einen sehr geringen Beitrag leisten. Erkennen Sie das an? Wenn man unser Sondervermögen MOIN.SH, das zum Ausbau der Schieneninfrastruktur da ist, nutzt, um Busverkehre zu finanzieren, ist klar, dass wir weniger Geld haben werden, um die Vorhaben zu finanzieren, die wir im Landesnahverkehrsplan gerade miteinander diskutieren und bei denen wir ein großes Einvernehmen haben. – Was ist Ihnen wichtiger? Welche Projekte aus dem Landesnahverkehrsplan sollen nicht kommen, wenn wir das Sondervermögen der Schiene nutzen, um Busverkehre zu finanzieren? – Ich habe in der bisherigen Debatte nicht gesagt, dass der Busverkehr wichtiger ist als der Bahnverkehr. Ich glaube, dass wir uns darüber unterhalten müssen, dass wir da eine Ausgewogenheit reinbekommen. Deswegen kann ich dem Vorschlag des Kollegen Dürbrook viel Sympathie entgegenbringen. Der Landesnahverkehrsplan fußt ja nicht nur auf Bahnverbindungen. Bei den Bahnverbindungen – ich spreche wieder von den Nordkreisen – ist für die Mobilität vor Ort maßgeblich, dass ein Bus fährt. Daher bin ich verkehrspolitisch der Überzeugung, dass wir die Finanzierungsmodelle zusammen denken müssen; das eine geht nicht ohne das andere. Wenn die Kreise aufgrund der Finanzlage mehrere Busverbindungen abbestellen müssen, ist natürlich die Mobilität gestört, was die Zugverbindungen angeht. Daher müssen wir da andere Wege gehen, weil wir das Finanzierungsdilemma haben. (Nelly Waldeck [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Das ist immerhin mal eine Aussage! –
