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Hauke Hansen

CDU 20.03.2026 Sitzungen 20/116

Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Gesundheitsfachberufe sind vielfältig. Die Menschen, die in diesen Bereichen arbeiten, sind hochspezialisiert. Da sich das medizinische Wissen auf unserer Welt ständig weiterentwickelt, wachsen auch die Anforderungen in den Gesundheitsfachberufen. Gleichzeitig leben wir in einer immer älter werdenden Gesellschaft, die leider nicht im gleichen Maße gesünder wird. Unsere Gesellschaft ist auf Gesundheitsfachberufe angewiesen und wird es auch in Zukunft noch stärker sein. Während der Personalmangel in der Pflege als allgemein anerkannt gilt, ist es in der öffentlichen Wahrnehmung bei anderen Gesundheitsfachberufen, zum Beispiel bei Ergotherapeuten, nicht so präsent. Dieser Umstand ändert aber nichts daran, dass wir, wenn wir die vorhandenen Ausbildungsstellen nicht vollständig besetzen, zukünftig in einer ganzen Reihe von Berufsfeldern auf eine gefährliche Mangelsituation zusteuern. Auch wenn technische Hilfsmittel zwischenzeitlich viele Dinge erleichtern, so brauchen wir trotzdem zukünftig gut ausgebildete und motivierte Menschen in den Gesundheitsfachberufen. Daher war es von der Jamaikakoalition in der letzten Legislaturperiode sehr klug und richtig, die Landesregierung bei der Stärkung der Gesundheitsfachberufe per Landtagsantrag zu unterstützen. (Beifall CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Christopher Vogt [FDP]) Ziel war es damals, zu vermeiden, dass durch das zu zahlende Schulgeld Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben. Durch eine entsprechende Förderrichtlinie wurde diese Bedrohung für den Nach- (Hauke Hansen) wuchs in den Gesundheitsfachberufen damals beseitigt. Die aktuelle Förderrichtlinie läuft zum 31. Dezember 2027 aus. Herr Kollege Garg, Sie haben es gesagt. Nun stellt sich die Frage: Warum ist das so? Möchte jemand, dass diese Förderung eingestellt wird? Die Antwort ergibt sich aus der Nummer 1.4 der Verwaltungsverordnung zu § 44 Absatz 1 Landeshaushaltsordnung: „Förderrichtlinien“ für Zuwendung an Dritte mit Ausnahme der kommunalen Gebietskörperschaften und Zweckverbände „sind grundsätzlich zu befristen“. Folgerichtig wurde diese Förderrichtlinie auf fünf Jahre beschränkt. (Eka von Kalben [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: So ist das! – Zuruf SPD: Wusstet ihr das damals etwa nicht?) Die Koalitionsfraktionen begrüßen es sehr, dass im Ministerium bereits an einer Verlängerung der Förderrichtlinie über den 31. Dezember 2027 hinaus gearbeitet wird. Das ist ein Dreivierteljahr vor dem Auslaufen der Richtlinie genau der richtige Zeitpunkt. Ziel muss es sein, dass alle Auszubildenden, die in diesem Jahr mit einer Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf starten, wirklich sicher sein können, dass sie nicht am Ende für einige Monate mit Schulgeld belastet werden. Ich bin sehr froh, dass wir hier parteiübergreifend einen breiten Konsens gefunden haben. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Gleichzeitig betreffen die Herausforderungen bei den Gesundheitsfachberufen nicht nur unser Bundesland. Wir begrüßen es daher sehr, dass sich die Landesregierung auf Bundesebene bereits intensiv für eine deutschlandweite Regelung eingesetzt hat. Es gibt dazu bereits einen GMK-Beschluss aus dem November 2025. Wir unterstützen hier die Landesregierung bei den weiteren Anstrengungen. Weil wir immer über Personalmangel reden, möchte ich die letzten verbleibenden eine Minute 30 Sekunden nutzen, um etwas Werbung zu machen. Wenn Sie gerade zu Hause vorm Fernseher sitzen und sich Gedanken darüber machen, ob Sie eine Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf machen möchten, dann möchte ich Sie dazu ermutigen. (Kianusch Stender [SPD]: Aber wir sind ja hier!) Diese Berufe sind extrem wichtig. Wir brauchen Menschen, die vor Ort anpacken, die das Land am Laufen halten und die in diesen Bereichen tätig werden. Sie können sich sicher sein, dass sich der (20. WP) – 116. Sitzung (neu) – Freitag, 20. März 2026 Landtag Schleswig-Holstein der Bedeutung dieser Gesundheitsfachberufe sehr bewusst ist. Wir ziehen an dieser Stelle die richtigen Schlüsse. Die Förderrichtlinie wird fortgesetzt, um Schulgeld zu vermeiden. Auf Bundesebene arbeitet die Landesregierung daran, dass es eine einheitliche Regelung für alle Berufe in allen Bundesländern, nicht nur in Schleswig-Holstein, gibt. Sie sehen: Die Rahmenbedingungen sind gut. Also bewerben Sie sich jetzt. Ich bitte um Zustimmung zu dem Koalitionsantrag. – Vielen Dank. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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