Beate Raudies
Vielen Dank, Herr Krüger. – Ich fand Ihre letzten Ausführungen sehr interessant. Ich würde trotzdem gerne mal wissen, was Sie mit „nachher“ meinen. Seien Sie nachsichtig mit mir. Ich bin mal im Bildungsausschuss gewesen. Jetzt bin ich nur noch Finanzpolitikerin. Deswegen finde ich „nachher“ immer sehr interessant – in die Zukunft gerichtet. Wie wollen wir das dann mit Geld unterlegen? Sie haben gesagt: Wir haben zum Glück sehr viele PerspektivSchulen. Aber wenn ich mich richtig erinnere, haben wir an die 800 Schulen in Schleswig-Holstein. Diese müssen dann auch eine Chance haben, Mittel zu bekommen. Also, was haben Sie konkret im Köcher, um den Menschen, um den Kindern in den Schulen zu helfen? – Erst mal ist das, glaube ich, wie bei den Pfadfindern: einmal Bildungspolitikerin, immer Bildungspolitikerin. Das merkt man gerade. Ich finde es schon mal gut, dass Sie mitdenken. (Vereinzelte Heiterkeit CDU und FDP) Ich habe an vielen Stellen hier schon gesagt: Wir haben zum Beispiel bei den Schulpsycholog_innen bereits mehr Stellen ins System gegeben. Ich glaube, dass wir dahin kommen müssen, dass wir den Schulen zunächst sagen, welche Möglichkeiten es gibt. Alsdann muss jede Schule prüfen, wie passgenau diese Inhalte für sie sind. (Unruhe SPD) Also nehmen Sie „nachher“ jetzt nicht so, dass es noch gar nichts gibt. Ich habe in meiner Rede sehr deutlich gemacht, dass wir an vielen, vielen Stellen schon Angebote haben, die die Schulen jetzt schon nutzen können, um Kinder individuell zu fördern. Die Schulen brauchen mehr Klarheit, mehr Daten, um auch gezielt mit den Angeboten nachsteuern zu können, die sie jetzt schon zur Verfügung haben. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU – Unruhe)
