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Martin Habersaat

SPD 19.03.2026 Sitzungen 20/115

Vielen Dank, Herr Kollege Ballasus. – Konkretes Beispiel. Klasse 5. Wir beide waren Lehrkräfte. Wir stellen fest: Sozial-emotional ist in der Klasse einiges los. Schülerinnen und Schüler haben vielleicht keinen anerkannten Förderbedarf, aber sind nicht so stabil, wie wir sie gerne hätten. Habe ich die Möglichkeit, mehr Schulsozialpädagogik zu bekommen? Habe ich die Mög- (Martin Balasus) lichkeit, die Klasse zu verkleinern? Welche konkreten Möglichkeiten habe ich, wenn mir das Ergebnis Ihrer Datenerhebung vorliegt? – Also erst einmal hatten wir diese Herausforderung ja schon immer. Es gibt immer Klassen, die einfacher zu handeln sind, und andere Klassen sind herausfordernder. Es gibt eine Vielzahl an Unterstützungsmaßnahmen an Schule. Grundsätzlich bin ich der Auffassung, es könnte immer noch mehr gehen, das ist ganz klar. Aber Schritt eins ist ja, wenn ich eine Herausforderung erkenne, und manchmal hilft das ja auch, wenn wir mehr Datenerhebungen machen, wenn wir mehr Zeit in die Einzelauswertung stecken und so weiter, um ein Problem zu erkennen. Schritt eins ist Problem erkennen, Schritt zwei ist Handeln. Ich glaube nicht, dass es realistisch ist, dass man zwei Stunden mehr Klassenleiterstunden oder so zur Verfügung stellt. Das war noch nie so. Das ist sehr unrealistisch. Wir haben diverse Unterstützungsstrukturen für die Schulsozialarbeit, und so weiter, und so fort. Vielleicht ist es ja eine Maßnahme. Manche Schulen haben zum Beispiel die Klassenleiterstunde, die mehr Zeit vorsieht, manche haben das nicht, manche haben sie in gewissen Jahrgangsstufen, manche nicht. Das wäre vielleicht eine Möglichkeit, dafür mehr Zeit zur Verfügung zu stellen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Dagmar Hildebrand [CDU])

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