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Kianusch Stender

SPD 27.02.2026 Sitzungen 20/113

Vielen Dank. – Meine Frage, Frau Ministerin, war aus meiner Sicht noch nicht beantwortet, weil ich ja gefragt habe, ob Sie dazu kommen wollen, diese Regelung, die aus dem Ministerium sehr klar an die Lehrkräfte kommuniziert wurde, zu ändern. Wenn Sie sagen, Sprache entwickele sich weiter, und man könne das auch nicht so richtig aufhalten, steht das ja im Gegensatz zu dem, was das Ministerium an die Kolleg_innen in den Schulen weitergegeben hat. Deswegen noch einmal meine Frage: Werden Sie diese Ankündigungen und Anforderungen an die Lehrkräfte zurücknehmen? Dr. Dorit Stenke, Ministerin für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur: In den Dokumenten, die wir als Ministerium rausgeben – es kommt ja auch häufiger vor, dass uns da Texte vorgelegt werden, in denen eine andere Sprache oder andere Wendungen verwendet werden –, halten wir uns an die Regeln der deutschen Rechtschreibung. Das würde ich dann von den Lehrkräften in schriftlichen Dokumenten entsprechend auch erwarten. (Beifall CDU) Ich weiß jetzt nicht, welche Schriftstücke meines Ministeriums Sie meinen, das würde ich mir noch einmal im Anschluss an diese Debatte anschauen. Das weiß ich jetzt nicht, da bin ich jetzt gerade im Moment überfragt. Ich weiß, dass wir es für unsere Dokumente so machen, und das halte ich so lange aufrecht, wie wir keine andere Empfehlung über den Rat für deutsche Rechtschreibung haben. Die Diskussion wird ja geführt. Beim letzten Mal, 2021, ist die Diskussion ganz knapp ausgegangen. Wir haben das damals intensiv in der Kultusministerkonferenz besprochen, weil wir eigentlich erwartet hatten, dass es da eine Änderung gibt, aber es gab (Ministerin Dr. Dorit Stenke) keine. Das ist der Diskussionsstand, und an dem möchte ich für Schule und für Prüfungsleistungen festhalten. Etwas anderes ist, wie wir miteinander kommunizieren, und das war ein Punkt, den Sie auch angesprochen hatten. Darauf würde ich noch gerne antworten. Sie haben ja gefragt, wie die Schülerinnen und Schüler, wie einzelne Personen angesprochen werden, und ich weiß, dass die Schulen dazu Sprachregelungen finden. Denn es ist immer ein individuelles Geschehen vor Ort, und eine einzelne Person, die nicht mit Schülerin oder Schüler oder anders angesprochen werden möchte, wird dann eben im Klassenraum anders angesprochen, und dazu gibt es eine Verständigung. Das ist mir bekannt, und das halte ich auch für richtig. (Beifall CDU) Lassen Sie mich bitte abschließend betonen, dass Vielfalt und Gleichstellung uns alle angehen, dass wir in unseren Schulen das Fundament dafür legen, dass wir miteinander ein respektvolles und sensibles Miteinander haben, und dass wir in unserer Gesellschaft in Vielfalt leben können. – Herzlichen Dank. (Beifall CDU und Uta Röpcke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])

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