Kianusch Stender
Ja, vielen Dank. – Zum Ersten möchte ich eine Bemerkung machen: Es ist ja so, dass das in offiziellen Schriftstücken von Kommunen, beispielsweise hier bei der Landeshauptstadt Kiel, sehr wohl anders gehandhabt wird. Der öffentlichrechtliche Rundfunk arbeitet an vielen Stellen anders, als Sie es hier tun. Deswegen gibt es da schon einen deutlich größeren Ermessensspielraum, als Sie hier gerade anführen. Zum Zweiten habe ich jetzt vernommen: Sie haben kein Interesse, daran etwas zu ändern, dass inklusive gendergerechte Sprache in Prüfungsleistungen vorgenommen wird. Was aber Ihr Ministerium auch gemacht hat, und dazu liegen uns Schriftstücke vor, ist, die Lehrkräfte dazu anzuhalten, in allen möglichen Schriftstücken, selbst in E-Mails, die an die Kolleg_innenschaft gehen, darauf zu verzichten. Da möchte ich Sie fragen, ob Sie, wenn es jetzt nicht nur um Prüfungsleistungen, sondern genau um so etwas geht, zu einer Änderung kommen werden. – Das ist eine Frage des Umgangs miteinander in der Gesellschaft. Wenn Sie nicht mit Ihrer zweiten Frage da noch einmal reingegangen wären, hätte ich genau dazu etwas gesagt. Es ist natürlich so, dass sich im gesprochenen Umgang miteinander, in E-Mails, die wir einander schreiben, und in anderen Schriftstücken natürlich eine solche Sprachentwicklung, ein solcher Sprachwandel durchsetzt. Ich glaube, das werden wir weder kontrollieren, noch verhindern, noch beeinflussen können. Das ist ja auch in Ordnung. Das ist auch der Diskussionsstand, den ich an dieser Stelle mit den Schülerinnen und Schülern in den Vertretungen schon häufiger geführt habe. Natürlich ist das im allgemeinen Sprachgebrauch so, dass wir unterschiedliche Begrifflichkeiten miteinander verwenden. Ich glaube, das ist Ausdruck einer gesellschaftlichen Entwicklung. Das ändert aber nichts daran, dass wir weiterhin ein geltendes Regelwerk haben. Im Deutschunterricht und im Unterricht lernen wir dieses Regelwerk. Das wird dann am Ende überprüft. (Beifall CDU)
