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Beate Nielsen

CDU 27.02.2026 Sitzungen 20/113

Sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Artikel 3 unseres Grundgesetzes stellt klar: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft, seines Glaubens oder aus anderen Gründen benachteiligt werden. – Dieser Grundsatz verpflichtet uns auch im Bildungsbereich. Schule ist mehr als ein Ort der Wissensvermittlung. Schule ist auch ein Lebensraum. Hier verbringen Kinder und Jugendliche einen großen Teil ihres Alltags. Hier entwickeln sie Selbstvertrauen, Leistungsbereitschaft und soziale Kompetenzen. Deshalb müssen wir die Rahmenbedingungen so gestalten, dass alle Schülerinnen und Schüler mit Respekt behandelt werden und sich wohlfühlen. Ich bin überzeugt, in der absolut überwiegenden Mehrheit unserer Schulen werden Toleranz und Mitmenschlichkeit gelebt. Lehrkräfte und Schulleitungen leisten hier täglich engagierte Arbeit. Aber eine diskriminierungsfreie Schulkultur entsteht nicht von allein. Sie braucht klare Orientierung und verlässliche Strukturen. Einige Maßnahmen sind bereits gelebte Praxis: Erstens. Die Anerkennung selbstgewählter Namen im schulischen Alltag auf Grundlage des dgti-Ergänzungsausweises ermöglicht betroffenen Schülerinnen und Schülern, im Schulalltag mit ihrem gewählten Namen angesprochen zu werden. Zweitens. Im Rahmen des amtlichen Regelwerks der deutschen Rechtschreibung werden Lehrkräfte, Schulleitungen sowie Schülerinnen und Schüler ermutigt, eine inklusive Sprache zu verwenden. Ich betone ganz ausdrücklich, das ist nicht das Verwenden der sogenannten Gendersprache, sondern etwa die Nennung des weiblichen und des männlichen grammatischen Geschlechts, wie zum Beispiel in „Schülerinnen und Schüler“. (Wortmeldung Sophia Schiebe [SPD]) Drittens. In den Fortbildungsangeboten des Instituts für Qualitätsentwicklung an Schulen werden geschlechtersensible Aspekte berücksichtigt. Lehrkräfte erhalten damit Unterstützung im professionellen Umgang mit unterschiedlichen Lebensrealitäten.

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