Beate Raudies
Für die Landesregierung hat nun die Frau Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung, Aminata Touré, das Wort. Aminata Touré, Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung: Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kollegen und Kolleginnen! Ich verstehe die Kontroverse gar nicht so doll; denn die Jugendlichen haben sich im Rahmen von Jugend im Landtag schlichtweg gewünscht, dass es einen solchen Leitfaden gibt, und wir erfüllen diesen Wunsch. Es ist doch erst einmal ein gutes Zeichen, dass wir auf Jugendliche hören und das hier umsetzen. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU) Frau Abgeordnete Herdejürgen, Sie haben gesagt, vor 25 Jahren hat man das schon mal diskutiert. Ich kann nur sagen, zu dem Zeitpunkt war ich acht Jahre alt. Von daher ist es doch in Ordnung, wenn wir Debatten weiterdrehen und weiter diskutieren und gucken, was man aktualisieren kann. (Martin Habersaat [SPD]: Weiter, aber nicht zurück! – Weiterer Zuruf) – Ich glaube, ich darf mich selber diskriminieren. – Von daher ist es, glaube ich, völlig in Ordnung, wenn junge Menschen den Wunsch formulieren, dass das aktualisiert wird. Die Welt hat sich weitergedreht. Dieser Bitte kommen wir nach, und deswegen freue ich mich über diese Debatte heute. Ich will mitgestalten, ich möchte mich einbringen, ich möchte etwas verändern – genau das ist ein Wunsch, den viele junge Menschen in diesem Land haben.
