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Beate Raudies

SPD 26.02.2026 Sitzungen 20/112

Frau Präsidentin! Meine Damen und Herren! Am Montag war ich zu Gast beim Schülerzeitungswettbewerb. Dort habe ich Levke aus der KalandSchule in Lübeck kennengelernt. Für ihre Schülerzeitung hat Levke einen Artikel über Frauenrechte geschrieben. Der geht so – ich zitiere mit der Erlaubnis der Präsidentin –: „Falls ihr denkt, dass Mädchen und Jungs, also Frauen und Männer, in Deutschland schon immer die gleichen Rechte hatten und dasselbe tun und lassen durften, liegt ihr falsch. Zum Glück ist das heute anders, aber leider nicht überall auf der Welt.“ Levke, 3. Klasse. (Beifall SPD und Sybilla Nitsch [SSW]) Leider auch nicht überall in Deutschland, zum Beispiel beim Thema Entgeltgleichheit. Liebe Kolleginnen und Kollegen, morgen ist Equal Pay Day, der Tag, der auf die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern aufmerksam macht. Wir sind in Deutschland bei der Entgeltgleichheit vorangekommen: Vor zehn Jahren lag der Equal Pay Day noch am 16. März, aber auch 2025 verdienten Frauen in Deutschland immer noch 15,6 Prozent weniger als Männer, wie schon 2024. (Beate Raudies) Damit liegt Deutschland weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt von zwölf Prozentpunkten. Liebe Kolleginnen und Kollegen, der schrumpfende Lohnabstand darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass drei Viertel der Männer, aber nur knapp die Hälfte aller abhängig beschäftigten Frauen die eigene Existenz langfristig aus eigenem Erwerbseinkommen sichern kann. Ein langfristig existenzsicherndes Erwerbseinkommen für sich selbst und zusätzlich noch für ein Kind zu erzielen, gelingt sogar nur einem Drittel. Das, liebe Kolleginnen und Kollegen, liegt auch am Ehegattensplitting. (Beifall Dr. Kai Dolgner [SPD]) – Einer hat es verstanden. (Heiterkeit und Beifall SPD – Unruhe)

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