Sophia Schiebe
Vielen Dank, Kollegin Nies. – Wir sind uns einig: Die Familienzentren machen wirklich eine großartige Arbeit. Nun stehen wir vor der Herausforderung, dass für die jetzigen Aufgaben das Budget schon knapp bemessen ist. Ich finde es richtig, dass, wenn die Familienzentren eine neue Aufgabe bekommen, das auch mit finanziellen Geldern unterlegt ist. Die gleiche Frage wie an Herrn Koch heute Morgen lautet: Sind Sie der Auffassung, dass man mit einer Viertelstelle diese neue Aufgabe, also Kinder, die jetzt aktuell die Kitas noch nicht besuchen, in unsere Kitas bekommt? – Eine Viertelstelle ist errechnet, wenn Sie die zusätzlichen Gelder nehmen und durch 144 teilen. Ich bin davon überzeugt, dass man in der Zielrichtung des Programms denken muss, und die Zielrichtung des Programms ist, dass wir dort die Betreuungsquote erhöhen, wo noch relativ wenig Kinder in der Kita sind – in den Vierteln, in denen wir eine geringe Betreuungsquote für Kinder aus bildungsfernen Familien und aus Familien mit Migrationshintergrund haben. Herr Dirschauer hat vorhin den Wert genannt, den ich total wichtig finde: 60 Prozent Kinder aus Migrationsfamilien ist unter den Dreibis Sechsjährigen, die in die Kita gehen, zu wenig. Ich gehe davon aus, dass wir gezielt gucken müssen, dass die Gelder dort bei den Familienzentren ankommen, wo die Betreuungsquote erhöht werden muss. (Catharina Johanna Nies) (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) Also: Das System der Familienzentren ist noch nicht ausklabüstert. Es steht dort erst mal eine Zahl. Aber Sie kennen das Finanzierungssystem der Familienzentren: Gelder werden vom Land an die örtlichen Träger verteilt, also an die Kreise und kreisfreien Städte. Das war bisher nicht für jeden Kreis das gleiche Geld, sondern ist bisher anhand von Faktoren berechnet worden. Ich gehe davon aus, dass es jetzt auch wieder eine Schlüsselberechnung anhand von Faktoren wird, die festgelegt werden. (Beate Raudies [SPD]: Und das sind zur Verfügung stehende Kitaplätze?)
