Sybilla Nitsch
Kære fru præsident! Kære alle! Mir geht es ganz genauso wie der Kollegin Raudies. Wir haben wirklich viele Ansätze gemacht und an die Koalition appelliert, uns das Thema anzuschauen. Wir sprechen in jeder Landtagstagung über soziale Verwerfungen in unserem Land, über Missstände, was den Wohnungsbau angeht, über alle möglichen Probleme, die sich in dem sozialen Gefüge unserer Städte abspielen. Dann wird hier teilweise gelacht, und es fallen hämische Äußerungen. Dafür sind wir hier doch nicht da, wir sollten uns mit der Sache angemessen beschäftigen. Frau Waldeck, ich finde es nicht in Ordnung, dass Sie Punkte gegeneinander ausspielen. Wenn Sie sich wirklich mit Quartiersmanagement beschäftigt hätten, (Zurufe CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) wüssten Sie, dass alle Punkte, die Sie genannt haben – – Kann ich bitte aussprechen? – Danke schön. – Sie sprechen davon, dass ein Quartiersmanager alle Probleme lösen solle. Das hat keiner behauptet. (Tobias Koch [CDU]: Für wenige tausend Euro!) Wir haben gesagt, dass ein Quartiersmanager eine Lösung sein kann. Ich habe in meiner Rede deutlich gemacht, dass es verschiedene Maßnahmen gibt. In der oberen Neustadt von Husum – Husum ist keine große Stadt wie Kiel – gibt es ein Quartiersmanagement. Dort sind verschiedene Situationen analysiert worden. Es geht darum, dass die Leute eine Anlaufstelle haben. Eine Person X weiß vielleicht nicht, wo der Sozialarbeiter gerade herumläuft. Da ist die Anlaufstelle mit einem Quartiersmanager total hilfreich, weil er vermitteln und vernetzen kann. Darüber wollen wir mit Ihnen sprechen. Wir wollen vor allem darüber reden, welche Ansätze Sie da sehen. Das als kommunale Aufgabe abzutun, kann ich nicht stehenlassen. Es gibt viele Bundesländer, die solche Programme aufgelegt haben, weil sie sehen, dass diese Probleme im Querschnitt in allen Städten stattfinden, und als Land anerkennen, Querschnittsprobleme angehen zu müssen. Deswegen brauchen wir ein Quartiersmanagement. Dass Quartiersmanagement nicht das Allheilmittel ist, wissen alle, die hier geredet haben, aber es ist ein Weg dahin, eine Stadt gerechter und sozialer zu gestalten. Ich finde es nicht in Ordnung, dass man bestimmte Punkte gegeneinander ausspielt. Ich wünsche mir, dass man sich damit befasst und nicht nur auf der technischen Ebene betrachtet, ob das Projekt mit 75, 30 oder 60 Prozent gefördert wird. Wir müssen die Probleme gemeinsam lösen. Deshalb wäre es angebracht, dass wir darüber in verschiedenen Ausschüssen sprechen. Das Problem betrifft ja nicht nur einen Ausschuss, sondern mehrere Ausschüsse. – Vielen Dank. (Beifall SSW, SPD und FDP)
