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Nelly Waldeck

GRÜNE 25.02.2026 Sitzungen 20/111

Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe Kolleg_innen! Quartiersmanager_innen leisten unverzichtbar wichtige Arbeit für gesellschaftliche Teilhabe und zur Überwindung sozialer Probleme. Sie vernetzen Bewohner_innen, zeigen vorhandene Beratungsangebote und vernetzen sich gegenseitig, gucken auf Vereine, Verbände, Initiativen und Verwaltung, vermitteln Informationen gegenseitig und gucken, wo Zugänge fehlen und wie man dort daran arbeiten kann. Sie stärken die Selbsthilfekräfte, die es vor Ort bereits gibt. Quartiersmanager_innen und aufsuchende Sozialarbeit sind dabei beides wichtige, aber auch komplett unterschiedliche Bausteine. Sie haben völlig unterschiedliche Schwerpunkte. Während Quartiersmanagement auf übergeordneter Ebene unterwegs ist, Strukturen und Bedarfe betrachtet, Sozialräume identifiziert und Institutionen vernetzt, ist aufsu- (Nelly Waldeck) chende Sozialarbeit sehr konkret am Menschen und am Einzelfall orientiert und versucht, die Probleme eines Individuums und dessen Umfeld zu bearbeiten. Das Quartiersmanagement wird in aller Regel in der Städtebauförderung eingesetzt, um städtebauliche Maßnahmen partizipativ zu gestalten und Bedarfe zu ermitteln. Das Quartiersmanagement entwickelt, wie die baulichen Maßnahmen ausgestaltet sein sollten und welche zusätzlichen sozialen Angebote es braucht, um diese städtebaulichen Maßnahmen zum Wirken zu bringen. Damit kann es die Funktionalität in einem Stadtteil deutlich erhöhen. Ich finde das super wichtig. Es sollte unbedingt fester Bestandteil der Städtebauförderung sein und bleiben. An dieser Stelle investiertes Geld zahlt sich langfristig aus. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU) Genau deswegen haben wir das gemacht. Wir haben in der Überarbeitung der Städtebauförderrichtlinie, die letztes Jahr passiert ist, gezielt das Quartiersmanagement gestärkt. Wir haben die Förderquote von 50 auf 100 Prozent erhöht, sodass sich jede Kommune unabhängig von der finanziellen Stärke ein Quartiersmanagement leisten kann. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU – Thomas Jepsen [CDU]: Ja!) Wir haben nach wie vor festgehalten, dass es in jedem Fall im Programm sozialer Zusammenhalt mitgedacht werden soll. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN)

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