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Annabell Krämer

FDP 29.01.2026 Sitzungen 20/109

Sehr herzlichen Dank, Frau Kollegin. – Sie sagten gerade, trotz Unkenrufen gab es keine signifikanten Abwanderungen oder Konkurse oder Sonstiges. Aber sind Sie nicht meiner Meinung, dass, wenn Unternehmen weniger Geld als vorher haben, sie dann weniger investieren können, weniger Arbeitsplätze aufbauen und weniger Wirtschaftswachstum generieren können? Wenn ich den Unternehmen Geld entziehe, trage ich doch nichts zum Wirtschaftswachstum bei. (Beate Raudies [SPD]: Dann darf es gar keine Steuern geben!) – Ja, genau. Das folgt doch gar keiner Logik. Wir müssen doch diejenigen, die gerade im System Deutschland durch hohe Investitionen, die wir als Staat tätigen, und das machen wir mit dem Sondervermögen – – Mit all den Möglichkeiten und mit der Infrastruktur, die wir hier zur Verfügung haben, erarbeiten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, mit dem, was sie leisten, und die Gesellschaft insgesamt ein Vermögen. Kein Unternehmen wird von sich aus für seine Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Bahn fahren lassen oder eine Straße sanieren. Das ist alles das, was wir hier gemeinsam miteinander machen. (Beifall SPD) Liebe Kolleginnen und Kollegen, wissen Sie, was im Moment die beste Wirtschaftsförderung wäre? – Wenn wir tatsächlich dazu kommen könnten, dass Familien, insbesondere Frauen, die immer noch auf Teilzeit angewiesen sind, ihre Arbeitszeit erhöhen könnten, weil die Kinderbetreuung nicht so teuer wäre, oder wenn wir viel günstigeren Wohnraum hätten. Denn die Unternehmen, die dringenden Fachkräftebedarf haben, bekommen ihre Fachkräfte deshalb nicht, weil Wohnungen vor Ort fehlen. Wenn wir über Wirtschaftspolitik reden wollen, dann sind das immer auch sozialpolitische Themen. (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und SSW)

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