Niclas Dürbrook
Herr Kollege, ich habe mir das Zitat von Herrn Dr. Gassen noch einmal genau angeguckt. Ich weiß gar nicht, wie man das falsch verstehen kann. Er hat gesagt – Zitat –: „Man muss sich den Leistungskatalog genau anschauen: Was gehört zu einer relevanten Gesundheitsversorgung, die nicht gefährdet werden darf, und was ist ,nice to have’, was ist einfach nur nett?“ – Im Satz davor nimmt er Bezug darauf, dass er mit „dies“ Mutter-Kind-Kuren meine. – Wie kann man das falsch verstehen, und finden Sie vor dem Hintergrund dieser Äußerung, dass das hier wirklich nur ein Sturm im Wasserglas ist oder dass man sich mit aller Deutlichkeit positionieren und so eine Äußerung, dass so etwas nur nice to have sei, mit aller Schärfe zurückweisen muss? (Beifall SPD und SSW) – Vielen Dank, dass Sie diese Frage gestellt haben, weil sie mir die Möglichkeit gibt, noch einmal deutlich zu machen, dass Herr Dr. Gassen eine ganze Reihe an Punkten aufgezählt hat, die aus seiner Perspektive versicherungsfremde Leistungen sind und die im Health-in-All-Politics-Bereich einfach nicht in den Bereich der Krankenkassen fallen, sondern aus Steuerlasten zu entrichten sind. Ich zitiere gerne, damit Sie auch noch einmal die Gegenposition hören, aus dem Bericht an die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung vom 12. September 2025. Da sagt Herr Dr. Gassen: „Vor Kurzem wurde in der Presse kolportiert, ich hätte mich für die Abschaffung von Mutter-Kind-Kuren ausgesprochen. Das habe ich nicht. Es ging mir vielmehr um die Diskussi- (Hauke Hansen) on, aus welchem Topf derartige Maßnahmen finanziert werden sollen.“ Meine Damen und Herren, es ist doch eindeutig, dass wir hier eine Nebelkerzendiskussion führen. Es geht hier mitnichten um die Kürzung von Leistungen, sondern es geht darum, woraus das finanziert werden soll. (Beifall CDU)
