Beate Raudies
Vielen Dank, Herr Kollege. – Sowohl Sie als auch die Kollegin Zweig vor Ihnen haben gesagt: Niemand braucht ein Haus, das lange leer steht. Dann haben Sie beide aber sehr ausführlich aufgezählt, welche zahlreichen Interessenvertretungen es noch gibt. Würden Sie mir zustimmen, dass die Konzentration von vielen Interessenvertretungsbüros und eine einheitliche Möglichkeit, sich an einer Stelle im Land zu treffen – meistens in der Landeshauptstadt –, dafür sorgen würde, dass dieses Haus gut ausgenutzt wird und nicht tagelang leer steht, wenn sich dort die Elternvertretung, die Schülervertretung und viele andere treffen? (Vereinzelter Beifall SPD – Martin Balasus [CDU]: Die SPD-Ortsräte treffen sich auch nicht alle in der Woche in Kiel!) – Selbstverständlich, Frau Kollegin Raudies, absolut. Das wäre natürlich so. Nur, ehrlicherweise hat mich und uns bei der Interpretation dieses Antrags geleitet, dass tatsächlich von sämtlichen gesetzlich normierten Interessensvertretungen gesprochen wurde. Und wir wissen von Interessensvertretungen, die keine Geschäftsstelle wollen, sondern andere Unterstützungsbedarfe haben. Wir wissen von ein paar Interessensvertretungen, dass sie sich Räumlichkeiten wünschen. Aber aufgrund dieser Wünsche, die partiell sind, ein Haus zu fordern, was auf alle anderen übertragen wird, ist aus unserer Sicht einfach nicht so wirklich notwendig. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU) Wenn in dem Antrag genauer formuliert wäre, für wen denn genau und für welchen Kreis, dann hätten wir hier eine andere Diskussionsgrundlage. Aber auf der Basis muss ich Ihre Frage so beantworten.
