Annabell Krämer
Das ist nett, vielen Dank. – Habe ich es jetzt richtig vernommen? Sie wollen das auf Haustiere begrenzen, und Sie wollen Nutztiere außen vor lassen? – Ja, und ich komme in meiner Rede gleich noch dazu, warum ich das möchte. Aber natürlich können wir dieses Thema auch im Ausschuss weiter besprechen. Bei landwirtschaftlichen Nutztieren setzen wir auf Differenzierung. Hier greifen etablierte Zuchtprogramme, Leistungsprüfungen und Tierwohlstandards, die bereits auf Tiergesundheit und Leistungsfähigkeit ausgerichtet sind. Der fachliche Austausch mit Verbänden, Halterinnen und Haltern sowie der Wissenschaft wird fortgeführt. Ziel ist es, vorhandene Ansätze zu bündeln, ein gemeinsames Problembewusstsein zu stärken und praxisnahe Weiterentwicklungen zu unterstützen, ohne vorschnell in bestehende Regelwerke einzugreifen. Mit diesem Ansatz verbinden wir Verantwortung, Fachlichkeit und Praxisnähe: Bewusstsein schaffen, Austausch intensivieren und die bestehenden Strukturen weiterentwickeln, statt unnötig neue bürokratische Hürden aufzubauen. Bei allen drei Anträgen möchte ich daran erinnern, dass wir hier immer wieder vor dem Punkt der Entbürokratisierung und der Staatsmodernisierung stehen, und genau das müssen wir bei unseren Beschlüssen berücksichtigen. Beim Bundesprogramm Stallbau werden neue Programme gefordert, obwohl bestehende Strukturen funktionieren. Bei der Tierschutzstrategie werden immer mehr Geld und Maßnahmen verlangt, ohne zu sehen, dass schon vieles läuft. Bei der Qualzucht sollen Schnellschüsse greifen, obwohl fachliche Standards und Austausch vorhanden sind. Die Opposition will das Rad neu erfinden. Wir setzen auf Verantwortung, Praxisnähe und gebündelte Lösungen. Wir sagen Ja zu Tierschutz, Stallbauförderung und Qualzuchtprävention und Nein zu Aktionismus, Bürokratie und Symbolpolitik. Das ist verantwortungsvoll und gibt unseren Betrieben Planungssicherheit. – Herzlichen Dank. (Beifall CDU – Annabell Krämer [FDP]: Das ist Symbolpolitik!)
