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Martin Habersaat

SPD 11.12.2025 Sitzungen 20/106

Vielen Dank, Frau Präsidentin. – Meine Damen und Herren! Ich möchte mich bei Ihnen allen dafür bedanken, dass wir dieses Thema gemeinsam konstruktiv angehen wollen, dass Sie der Überweisung in den Bildungsausschuss zustimmen und dass Sie einer schriftlichen Anhörung zustimmen, möglicherweise in der Folge auch einem Fachgespräch mit Expertinnen und Experten und Menschen, die es betrifft. Denn es ist natürlich ein oppositioneller Reflex. Wenn die Regierung einen schriftlichen Bericht vorlegt und da drin steht: „kein Handlungsbedarf“, dann hinterfragt man das erst mal. Was ich dann aber an Geschichten im Land gehört habe, hat mir gezeigt, dass dahinter wirklich Leidensdruck steht und dass wir da wirklich etwas tun wollen. Ich bitte darum, nicht zu vorschnell mit solchen Antworten zu kommen, wie: Es ist zu teuer, wir haben keine Fachkräfte, geht sowieso nicht. – Dieses STAFF-Projekt, das ich noch nicht so ausführlich kenne wie mutmaßlich die Kollegen der regierungstragenden Fraktion, sieht ja, wenn ich das richtig verstanden habe, möglicherweise ein Screening in Klasse 1 vor, möglicherweise auch nicht. Das werden Sie uns eines Tages verraten. STAFF ist übrigens ein doppelt belegter Begriff. In Schleswig-Holstein haben wir den mal erfunden, um Flüchtlingen das Erlernen von Deutsch – – (Zuruf Martin Balasus [CDU]) – Es geht nicht um die Begriffserfindung, Herr Balasus, sondern das war eine Erfindung in Schleswig-Holstein, um Menschen, die neu in dieses Land kommen, zu ermöglichen, schnell Deutsch zu lernen, eine total großartige Sache, auch made in Schleswig-Holstein. Schleswig-Holstein war auch mal führend in der konzeptionellen Arbeit rund um die Inklusion. Ich würde mir sehr wünschen, dass Schleswig-Holstein diese Führungsrolle wieder annimmt und auch wieder annehmen will. Nach der Debatte heute habe ich Hoffnung. Deswegen möchte ich enden mit einem Zitat von Angelika Knies, der ehemaligen Schulleiterin der Anne-Frank-Schule in Bargteheide, einer Gemeinschaftsschule, die den Deutschen Schulpreis gewonnen hat, unter anderem, weil sie Schülerinnen und Schüler mit Hochbegabung besonders gut fördern konnte, aber auch, weil sie in Sachen Inklusion besonders tolle Konzepte vorgelegt hat. Angelika Knies endete ihre Vorträge immer mit der Frage: Oder kennen Sie etwa ein Kind, das nicht anders ist als alle anderen? – Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, FDP, SSW und vereinzelt CDU)

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