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Martin Habersaat

SPD 20.11.2025 Sitzungen 20/103

Vielen Dank, Frau Präsidentin! – Meine Damen und Herren! Herr Kollege Vöge, das mit der Zwischenfrage hat auch heute Morgen schon nicht geklappt. Mein erster Punkt: Was der Kollege Linnemann zur Frage gesagt hat, ob Schülerinnen und Schüler, die kein Deutsch sprechen, eine Grundschule besuchen dürfen, hat mich als Bildungspolitiker wirklich aufgeregt; ich fand seine Äußerung falsch und gefährlich. (Widerspruch CDU) Niemand geringerer als Karin Prien hat das als gefährlichen Populismus bezeichnet, und ich weiß, was Herr Linnemann gesagt hat. (Beifall SPD, SSW und Malte Krüger [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]) Herr Linnemann hat gesagt, wer nicht ausreichend Deutsch spreche, solle nicht in die Schule, sondern in eine Art Vorschuleinrichtung, wie auch immer. Das widerspricht sämtlichen pädagogischen Grundsätzen in unserem Land. Denn wir sagen: Alle Kinder sollen mit sechs Jahren in die Grundschule, und die Grundschule soll sich aller Kinder annehmen. Wir sortieren nach Möglichkeit niemanden vorher aus, erst recht nicht, weil er oder sie kein Deutsch spricht. (Anhaltende Unruhe) Das nennt sich im Sprachunterricht „Sprachdusche“, den Tag mit deutschen Kindern gemeinsam zu verbringen, um schneller Deutsch zu lernen. Mein zweiter Punkt: Ich habe gesagt, dass wir in diesem Hause aus gutem Grund nicht oft über Inhalte von Unterricht reden und ich das gut finde, weil man ja in den USA sehen kann, wohin es führt, wenn sich Politik solcher Inhalte bemächtigt. Ich weiß nicht, warum das dieses Landtags unwürdig sein soll. Wenn wir uns da alle einig sind, ist das doch prima. Mit diesem versöhnlichen Schluss ende ich für jetzt. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall SPD, SSW und Malte Krüger [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN])

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