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Sybilla Nitsch

SSW 20.11.2025 Sitzungen 20/103

Geehrte Präsidentin! Liebe Kolleginnen! Liebe Kollegen! Ja, durchaus hat mich der dänische Weg sofort getriggert. Mir war klar, dass ich das hier an einigen Stellen ein wenig geraderücken muss. Wenn man Teil der dänischen Minderheit ist, dann ist man eng verknüpft mit Dänemark. Das bedeutet aber nicht, dass man alles, was in Dänemark passiert, mit einem Freifahrtschein versieht. (Serpil Midyatli [SPD]: Genau! – Peer Knöfler [CDU]: Das ist neu!) Wie hier im Land ist es dort so, dass man bestimmte Sachen, die sich auf der politischen oder minis- (Sybilla Nitsch) terialen Ebene abspielen, bewertet. Ich kann Ihnen eine Sache schildern, Herr Rickers, weil wir gerade über das Wasser gesprochen haben: In Dänemark wird von der Regierung, die sehr stark eingreifen kann und wo es politisch und parlamentarisch keine Mittel gibt, sich dagegen zu verwehren, gerade richtig viel durchgedrückt, und zwar mit CCS an Land. Es gibt viele Proteste; die Bevölkerung sträubt sich in vielen Teilen des Landes dagegen, weil sie Angst um ihr Grundwasser hat und weil nicht klar ist, wie diese Projekte ausgeführt werden müssen. Natürlich kann man die Zeitungsberichte so interpretieren, als ob die Dänen völlig unkritisch an die Sache herangehen. Das ist aber nicht der Fall. In Dänemark wird man genauso viele Kritiker treffen und genauso viele Naturverbände, die sich gegen diese Technologie sträuben. Ich möchte noch auf eine andere Sache eingehen, weil in der Debatte mehrmals gesagt wurde, dass wir vermeintlich nicht faktenbasiert handelten, dass wir vermeintlich gegen Technologien seien: Nein, das sind wir nicht; das kann ich an der Stelle sagen. Wir haben aber die Anhörung anders ausgelegt und uns auf andere Fakten fokussiert als Sie. Es sind viele Fakten in der Anhörung genannt worden, die Sie unter den Tisch gekehrt haben. Zum Beispiel hat die Geschäftsführerin von Wintershall Dea aus Dänemark ganz klar gesagt: Liebe Leute, das Märchen von den Restemissionen könnt ihr vergessen – das ist wirklich ein Märchen, auch ein Märchen der Grünen. In Dänemark hat sich bei den Projekten, die durchgezogen worden sind, Folgendes gezeigt: Wenn man diese Projekte will – die Speicherung unter der Erde oder unter dem Meer –, dann muss sich das lohnen; es muss wirtschaftlich sein. Das bedeutet im Umkehrschluss: Man braucht viel CO . Sie hat ganz eindeutig gesagt, dass man viel 2 CO braucht. 2 (Serpil Midyatli [SPD]: Das ist das Problem!) Das heißt, und das ist der Weg, den Sie mitgehen, da er genau der gleiche ist: Es muss im industriellen Maßstab umgesetzt werden. (Serpil Midyatli [SPD]: Genau!)

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