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Peer Knöfler

CDU 20.11.2025 Sitzungen 20/103

Immer noch Fake News!) Das fand ich furchtbar, das finde ich immer noch furchtbar, das fand auch Karin Prien damals furchtbar und hat gesagt: Das ist der falsche Weg, lasst uns lieber darüber reden, Viereinhalbjährige zu screenen und zu fördern, so wie es Hamburg tut. Das war 2019, meine Damen und Herren. In den Kieler Nachrichten konnten wir im November 2022 von einem Konflikt zwischen den Ministerinnen Prien und Touré lesen, wo es um genau diese Fragen ging. Meine Damen und Herren, Hamburg ist seit 20 Jahren dabei, Hessen ist seit 15 Jahren dabei. (Beifall SPD) Sogar Bayern hat uns an der Stelle überholt. Und Sie erzählen uns heute, dass die anderen bewundernd auf Schleswig-Holstein guckten, weil wir jetzt irgendwann auch einmal nachkleckern. Das meinen Sie doch nicht ernst! (Beifall SPD und FDP – Unruhe) Frau Ministerin, ich hätte mir eine Antwort auf die im Raum stehende Frage gewünscht: Werden im nächsten Schritt nicht 50, sondern 150 Kitas bei EVi dabei sein? Das ist doch eine spannende Frage! Kann man das so skalieren, dass man das mal eben verdreifachet? Wenn man es verdreifachen kann, warum kann man es dann nicht verfünffachen oder versechsfachen oder versiebenfachen? (Beifall SPD und FDP) Frau Nies, letztlich rollen Sie eine Sache an vier Schulen genauso aus wie an 40 oder an 400. Es ist ja mitnichten so, dass die Ministerin die Schulen nacheinander besucht und das da einzeln durchexerziert. (Serpil Midyatli [SPD]: Da könnte sie schöne Bilder machen!) Es gibt durchaus Möglichkeiten, es gibt in anderen Ländern Tools, wie das sogar digital gut funktioniert, Fachkräfte zumindest an das Thema heranzuführen. Ich glaube schon, dass da mehr möglich gewesen wäre. Die Nachricht, dass 60 Prozent der Kinder mit Migrationshintergrund keine Kita besuchen und Schleswig-Holstein deutlich über dem Bundesschnitt liegt, was Jugendliche ohne Schulabschluss angeht, muss uns doch besorgt machen und dazu zwingen loszulegen. Mir reicht es da nicht, wenn die Sozialministerin in den Kieler Nachrichten verlautbart, um mehr Kinder in die Kitas zu holen, wolle man unter anderem die Familienzentren nutzen. Gleichzeitig erzählen mir die Familienzentren in meinem Kreis, dass sie massive Schwierigkeiten haben, ihre Arbeit aufrechtzuerhalten, weil ihre Förderung nicht dynamisiert wird, und dass sie die Stundenzahl für Mitarbeitende von Jahr zu Jahr reduzieren müssen, damit sie mit der Landesförderung weiter klarkommen. Das ist doch keine gute Lösung im Sinne der Kinder. (Beifall SPD und vereinzelt SSW) Die Ministerin hat gesagt, es sei zukunftsvernichtend, wenn man da nichts tut. Das finde ich auch: Es ist zukunftsvernichtend, wenn Sie die Lösung kennen, aber nicht zur Anwendung bringen. – Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. (Beifall SPD und SSW)

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