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Beate Raudies

SPD 20.11.2025 Sitzungen 20/103

Vielen Dank, Frau Kollegin. – Ich möchte Ihnen gern erklären, warum das mit dem Grünen- Parteitag kein Witz ist: Wenn es Regierungspläne und Absichten der Ministerin gibt, an der Regierungspolitik des Landes etwas zu ändern, dann ist das hier der Ort, an dem sie das zu verkünden hat, und nicht ein Parteitag – sei es ein roter, ein grüner oder ein schwarzer. – Das dürfen Sie gern gleich noch einmal an die Ministerin adressieren, wenn Sie das möchten. Ich kann das nicht beurteilen. Verehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren! Wenn wir nicht wollen, dass der Bildungserfolg eines Kindes von seiner sozialen Herkunft abhängt, was er derzeit leider tut, dann müssen wir deutlich früher ansetzen als bisher. (Anhaltende Unruhe) Neben einer Stärkung der frühen Hilfen müssen wir unseren Fokus auf die frühkindliche Bildung und die Vorbereitung auf den Übergang in die Schule legen, und zwar in jeder Grundschule und in jeder Kita in Schleswig-Holstein. Die bisherigen Schuleingangsuntersuchungen mit fünfeinhalb oder sechs Jahren kommen für diesen Zweck viel zu spät. (Glocke Präsidentin) Wir brauchen eine systematische Beobachtung der Sprache, Motorik und kognitiven Fähigkeiten und eine gezielte Förderung der sprachlichen Entwicklung für alle viereinhalbjährigen Mädchen und Jungen in Schleswig-Holstein – selbstverständlich unabhängig von Herkunft und Familiensprache. (Beifall BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und CDU) Entscheidender Baustein hierbei ist ein verbindliches Verfahren mit einheitlichen Standards und (Catharina Johanna Nies) eine feste Zusammenarbeitsstruktur von Kita und Grundschule. Genau darauf arbeiten wir seit über einem Jahr hin: auf EVi, den Entwicklungsfokus für Viereinhalbjährige, unser neues Vorbereitungssystem auf die Grundschule. Es ist ein komplett neues System. Damit Sie sich vorstellen können, was sich dahinter verbirgt, möchte ich Folgendes ausführen: Mit dem viereinhalbjährigen Kind wird in der Kita ein Gespräch zur Erfassung seiner Fähigkeiten geführt. Die Grundschule lädt das Kind mit seinen Eltern kurze Zeit später ein, um ebenfalls ein Gespräch zur Kompetenzfeststellung durchzuführen; die Bögen sind standardisiert. In der Erprobung wird das Einverständnis der Eltern eingeholt – wir haben aber vor, durch gesetzliche Änderungen eine verbindliche Teilnahme abzusichern. Kita und Grundschule setzen sich danach zusammen und tauschen sich über ihre Erkenntnisse aus: die Kita mit diesem ganzheitlichen, alltäglichen Blick aufs Kind, das sie schon lange kennt, und die Grundschule mit dem Blick auf das einmalige Gespräch. Gemeinsam wird eingeschätzt, ob es sprachlichen Unterstützungsbedarf gibt und ob dieser erheblich ist. (Unruhe)

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