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Martin Balasus

CDU 20.11.2025 Sitzungen 20/103

Jetzt würde ich gern fortfahren. So, damit verbessern wir den Übergang von der Kita in die Schule, unterstützen gezielt diese benachteiligten Kinder und beflügeln ihren Schulstart und ihre Bildungschancen insgesamt. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das EVi-Konzept umfasst vier Phasen. Wir befinden uns derzeit im Übergang von Phase 1 zu Phase 2. Die landesweite Einführung an allen Kitas und allen Grundschulen wird zum Schuljahr 2028/2029 erfolgen. Auch Kinder, die keine Kita besuchen, werden dann verbindlich erfasst und verbindlich gefördert. Nun liegt uns ja ein origineller Dreizeiler der SPD als Antrag vor. Die Forderung EVi müsse doch schneller, und zwar schon zum nächsten Schuljahr, landesweit eingeführt werden. Das bedeutet im Rückschluss, dass die SPD der inhaltlichen Konzeption von EVi voll und ganz zustimmt – und das ist doch wirklich erfreulich. Sowohl das Ziel von EVi als auch der Weg dorthin finden breiten Anklang; (Zuruf Beate Raudies [SPD]) lediglich beim Tempo sieht Kollege Habersaat Steigerungspotenzial. Liebe Kolleginnen und Kollegen, selbst in einem Stadtstaat wie Hamburg, in dem das Land gleichzeitig kommunaler Schulträger ist und damit weitgehende Durchgriffsmöglichkeiten hat, brauchte es einige Jahre, das Sprachscreening mit anschließender Förderung flächendeckend einzuführen. Da liegen Kita und Schule häufig sehr viel näher beieinander, als das bei uns im ländlichen Raum der Fall ist. Wir sind ein Flächenland; wir müssen sowohl Erfahrungen im urbanen als auch im ländlichen Raum sammeln. Viele komplizierte Fragen gilt es zu klären – eine klang schon an: Wie kommen Kinder von der Kita in die Schule, wenn die Förderung dort stattfindet oder wenn die sprachliche Intensivmaßnahme ebenda stattfinden muss? – Das muss man alles eingehend erproben und eine praxistaugliche Lösung entwickeln. Außerdem gibt es bislang in Schleswig-Holstein häufig keine feste Kooperationsstruktur zwischen Kita und Grundschulen. Das Ganze muss erst auf- und ausgebaut werden. Dazu müssen Materialien und Erfahrungsbilder kon- (Martin Balasus) zipiert, Erfahrungen etabliert und dann absolviert werden. Nein, liebe Kolleginnen und Kollegen, der richtige Weg ist die schrittweise Ausweitung von EVi, bei der Erfahrungen gesammelt und daraus Konsequenzen gezogen werden. Es ist also keine Überraschung: Schwarz-Grün wird an seinem Plan festhalten. Schnellschüsse lehnen wir ab – wir arbeiten lieber gründlich und trotzdem schnell. (Christopher Vogt [FDP]: Ha! – Zurufe Beate Raudies [SPD] und Dr. Bernd Buchholz [FDP]) Nur so wird EVi flächendeckend für einen gelungenen Schulstart sorgen, für mehr Motivation und für Spaß an der Schule, für ein solides Fundament auf dem eigenen Bildungsweg und damit für mehr Bildungsgerechtigkeit im ganzen Land. – Vielen Dank. (Beifall CDU und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Beate Raudies [SPD]: 2029!)

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